Rakete-Ausstellung lockt über 8.000 Besucher

Monschau. Die Ausstellung des Fotografen Jim Rakete im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) in Monschau haben schon exakt 8.143 Besucher angeschaut. Einige von ihnen haben einen weiten Weg auf sich genommen, um die Aufnahmen zu sehen.

Jim Rakete, 1951 in Berlin geboren, ist einer der bekanntesten Fotografen unserer Zeit. Schon als Jugendlicher machte er Aufnahmen für Zeitungen und Magazine. Später gründete und leitete er das Kreativlabor "Fabrik", in dem zahlreiche Plattencover für Bands entstanden. Parallel managte Rakete bekannte Musiker wie Nena, die Ärzte oder die Nina Hagen Band. Nachdem er einige Jahre in Hamburg und Los Angeles als Director of Photography Werbespots gedreht hatte, zog es ihn 2001 nach Berlin zurück, wo er sein Fotostudio in Kreuzberg eröffnete. Jim Rakete ist besonders für seine Porträtaufnahmen, meistens in schwarz-weiß, von deutschen und internationalen Persönlichkeiten bekannt. Die digitale Bildbearbeitung lehnt er konsequent ab, da er seine Modelle möglichst natürlich und realistisch darstellen möchte.

Im Monschauer KuK sind auf drei Etagen Werke des Künstlers aus "Vertraute Fremde" (2007) und "Stand der Dinge" (2009 bis 2011) zu sehen. Die erste Serie ist, typisch für Rakete, in Schwarz-Weiß gehalten und zeigt Porträtaufnahmen von meist deutschen Schauspielern und Musikern. Die zweite Serie ist eine Porträtreihe für das Deutsche Filmmuseum mit Fotos von Legenden, Machern und Talenten des deutschsprachigen Kinos. Das Besondere dabei ist, dass sich alle Schauspieler mit einem Requisit aus ihrer filmischen Laufbahn ablichten ließen. Außerdem handelt es sich bei den Aufnahmen um bunte Digitalfotos, da so die zentrale Rolle der Personen und Objekte besser hervorgehoben werden kann.

Schon mehr als 8.000 Besucher hat die Ausstellung angelockt. Einer von ihnen ist Heinz Discher aus Steckenborn. Er hat seinen Besuch mit einer Fahrrad-Tour verbunden und in Monschau einen Stop eingelegt, um sich die Bilder anzusehen. Auf die Frage, welches der Fotos ihm am besten gefalle, antwortete er: "Viele Bilder gefallen mir sehr gut. Ich finde die Farbfotos vielleicht etwas schöner, da hier mehr Aktion zu sehen ist." Eine Aufnahme die ihm besonders gefalle, sei die von Karoline Herfurth im Wald auf einem Baumstamm mit der Axt aus ihrem Film "Vincent will Meer" in der Hand, da er als Architekt einen Bezug zu Holz habe, wie Discher erklärte.

Auch Werner und Renate Molitor zeigten sich beeindruckt. "Ich bin keine große Kunstkennerin, aber die Art, wie die Augen betont werden, ist faszinierend.", schwärmte die Stolbergerin. Auch ihr Mann war begeistert, wobei ihm die schwarz-weißen Aufnahmen noch besser als die bunten gefielen, da sie noch ausdrucksstärker und nostalgischer seien. Auf die Idee, die Ausstellung zu besuchen, seinen sie durch Freunde gekommen.

Diese Freunde der Familie Molitor sind Bernd und Brigitta Heßner, die sogar den weiten Weg aus dem westfälischen Haltern am See auf sich genommen haben, um die Fotos von Jim Rakete zu sehen. "Mein großes Hobby ist die Fotografie. Ein Kollege von mir war hier und sagte, ich solle unbedingt hierher kommen, wenn ich mal einen Ausflug nach Monschau mache.", erzählt Bernd Molitor. "Und so haben wir unsere Freunde angerufen und den Ausflug geplant.", ergänzt seine Frau. Besonders gut gefalle ihnen, dass man die Leute aus dem Fernsehen kenne und die ganze Ausstellung so etwas Vertrautes bekomme. Außerdem sei es toll, dass der Fokus der Bilder auf der Natürlichkeit der Modelle liege und nichts retuschiert wäre.

Bis zum Ende der Ausstellung am 23. September sind alle Interessierten, die Raketes Auge für das Wesentliche und Unverfälschte selber erleben wollen, herzlich ins KuK eingeladen.

Geöffnet ist das Zentrum Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Montag ist Ruhetag. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.kuk-monschau.de.

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