Die Eifeler vom schnellen Datentransfer überzeugen

Deutsche Glasfaser GmbH investiert in Roetgen und Simmerath

Roetgen. »Wenn es Ihnen zu schnell wird, können Sie immer wieder kündigen.« Christian Scheffer, Projektmanager bei der Deutschen Glasfaser GmbH (DG), weiß genau, wie man ein trockenes Thema unterhaltsam an den Mann bringt. Und das muss er auch, wollen Scheffer und seine Mitstreiter doch bis Anfang Juli mindestens 40 Prozent der Menschen in den Gemeinden Roetgen und Simmerath vom schnellen Internet überzeugen.

214 ist die magische Zahl in Eicherscheid: So viele Verträge mit der Deutschen Glasfaser GmbH müssen in den nächsten sechs Wochen eingetütet sein. Schon im nächsten Jahr könnten Glasfaser-Leitungen bis in die Haushalte gelegt und damit ein Quantensprung bei der Übertragungsrate gelingen. Am Beispiel des Ortes, dessen Einwohner zum Abschluss der Veranstaltungsreihe in der Gemeinde Simmerath informiert wurde, zeigt sich das ambitionierte Ziel. »Wir würden alleine in Eicherscheid 827.700 Euro investieren, 8000 Meter Tiefbauarbeiten vornehmen und etwa 640 Kilometer Glasfaser im Ort verlegen«, erklärt Christian Scheffer, um die 534 Haushalte ans schnelle Datennetz anzuschließen. Aktuell sind in Eicherscheid jedoch erst von fünf Prozent aller Haushalte Verträge unterzeichnet worden. Ähnlich sieht es in den anderen Orten der Gemeinde Simmerath aus. Einzig in Roetgen wurden bereits acht Prozent erreicht. Dennoch liegt eine Menge Überzeugungsarbeit vor den Projektmanagern der Deutschen Glasfaser GmbH.

Einer, der vom neuen, stabilen und schnellen Datennetz überzeugt ist, ist WochenSpiegel-Leser Hartmut Menzerath. »Eine technisch sinnvolle Aufrüstung sehe ich nur im flächendeckenden Ausbau mit Glasfaserleitungen bis in die Wohnung, bzw. das Gebäude«, stellt der staaatlich geprüfte Elektrotechniker fest, der seit über 25 Jahren im IT-Bereich tätig ist. Dabei lebt Menzerath selbst in Mützenich, würde als vom Glasfaser-Ausbau in den Nachbarkommunen zunächst nicht profitieren. »Sollten die Bürger in Roetgen und Simmerath mitziehen, wird eine Abfrage der Deutschen Glasfaser sicher auch in der Stadt Monschau stattfinden«, prophezeit der Netzwerktechniker.

Keine Förderung

»Die Glasfaserleitung wird jetzt einmalig kostenlos in die Haushalte gelegt - nicht nur kostenlos für den Eigentümer, sondern auch ohne Zutun der Steuerzahler«, weiß Menzerath. Schließlich sei der Breitbandausbau durch die Deutsche Telekom auf dem Land ohne Fördergelder nicht möglich.

Die FTTH-Technologie (fibre to the home; frei übersetzt: Glasfaser bis ins Haus) würde eine Versorgung von mindestens 100 MBit/s garantieren. Diese Technologie ist bereits heute für eine symmetrische Upload- und Downloadgeschwindigkeit von 1 Gbit/s geeignet. »Wir bieten aktuell bis zu 500 MBit/s an, unsere Technik ermöglicht 10000 MBit/s«, wirft Scheffer mit schwindelerregenden Bandbreiten um sich. Gute Datenleitungen in der Eifel machen aktuell etwa 50 MBit/s möglich.

www.glasfaser-eifel.de

»Ich versuche mit meiner Internetseite www.glasfaser-eifel.de die Bevölkerung unabhängig von der Deutschen Glasfaser zu informieren und natürlich auch vom Nutzen eines Glasfaseranschlusses zu überzeugen«, weiß Menzerath um eine einmalige Gelegenheit.

Auch wenn der Hausanschluss kostenlos ist, geht der Kunde einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Deutschen Glasfaser ein - Kosten von knapp 1000 Euro für eine 200 MBit/s-Leitung inklusive Telefon-Flatrate kommen dennoch auf den Nutzer des Glasfaser-Netzes zu. »Nach zwei Jahren kann man theoretisch kündigen oder aber den Provider wechseln«, zeigt Scheffer Optionen auf. Schließlich wird das Glasfasernetz als Open Access verwirklicht: Jeder Provider, der möchte, skann eine Produkte über die Leitungen der DG anbieten.

Umsetzung 2018

»Unser Zeitplan sieht vor, Anfang 2018 mit den Baumaßnahmen zu beginnen, sodass im zweiten Halbjahr des nächsten Jahres die Vorzüge des Glasfasers für Internet, Telefon und Fernsehen genutzt werden kann«, erklärt Christian Scheffer, der übrigens selbst - im Selfkant lebend - von Glasfaser bis ins Haus profitiert.

Wer bis Anfang Juli die Auffahrt auf die Datenautobahn verpasst, aber dennoch das Glück hat, dass mindestens 40 Prozent der Nachbarn einen Vertrag abgeschlossen haben, bekommt ein Leerrohr gelegt, durch das irgendwann in Zukunft Glasfaser das Haus erreicht. »Nur ist dann mit Anschlusskosten von mindestens 750 Euro zu rechnen«, unterstreicht Scheffer.

Wer die Informationsveranstaltungen verpasst hat, kann ins Servicebüro der Deutschen Glasfaser GmbH gehen:

Servicepunkt Roetgen, Hauptstraße 35: Do+Fr 13 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

Servicepunkt Simmerath, Rathausplatz 14: Mi+Fr 13 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

Zudem tourt ein Servicemobil Anfang Juni durch die Orte. Wann dieses wo hält, finden Sie im Vorfeld im WochenSpiegel oder unter www.deutsche-glasfaser.de

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