Einkaufen ohne Müll

"Eifel unverpackt" will regional, fair und nachhaltig sein

Roetgen. »Eifel unverpackt« - so heißt das neue Geschäft in der Rosentalstraße 34a in Roetgen.

»Wir kommen beide aus dem Handel, haben unser Konsumverhalten und das der Kunden kritisch hinterfragt und uns schließlich entschlossen, selbst etwas zu tun«, erklärt Guido Benedens. Inspiriert vom Unverpackt-Laden in der Aachener Elisengalerie hat er gemeinsam mit seiner Partnerin Silke Lister den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und eröffnet am Wochenende »Eifel unverpackt« in Roetgen.

»Wir leben in einem Sechs-Personen-Haushalt und die Berge an Plastikmüll sind doch schockierend«, gesteht das Paar. Daher verzichten sie beim Verkauf von Lebensmitteln, Drogerieartikel und vielem mehr auf Verpackungen, setzen aber auch bewusst auf regionale Lieferanten.

Es gibt fair gehandelten Kaffee oder Kakao ebenso wie Bambus-Zahnbürsten. Obst und Gemüse können in Bambustaschen oder spezielle Säckchen verstaut werden, Monschauer Bauernmilch gibt es in der Pfandflasche. »Wie in einem guten alten, aber modernen Tante-Emma-Laden haben wir hier einen Süßigkeiten-Schrank, wo man aus den Gläsern einzelne Stücke auswählen kann - natürlich auch Bio und vegan dabei« so Silke Lister.  »Auch setzen wir bewusst auf kleine Mengen, damit zu Hause nichts weggeworfen wird.«

Verschiedenste Behälter von der kleinen Dose bis zum Karton gibt es bei »Eifel unverpackt«. »Sie können Obst- und Gemüsekisten packen oder bestellen - einfach morgens eine Mail schicken und abends abholen«, so Silke Lister. Und sicherlich sei der Gang zu anderen Lebensmittlern nicht zu vermeiden. »Aber wenn jeder etwas Verpackungsmüll reduziert, bewirkt das eine Menge«, sind sich die Beiden sicher.

Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr und 16 bis 19 Uhr sowie samstags von 9 bis 16 Uhr.
Übrigens: Auf Wunsch wird eine Kochkiste zusammengestellt mit allen Zutaten, die man für ein spezielles Rezept braucht. Einfach E-Mail schicken an silke@eifel-unverpackt.de



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