Große Steine für kleine Bewohner

In Roetgen entsteht eine neue Kindertagesstätte

Roetgen. Die Eifel wächst, besonders junge Familien gewinnen zunehmend Gefallen am ländlichen Raum. Ein Grund auch für den wachsenden Bedarf an Kindergartenplätzen. Mit einer neuen Kindertagesstätte in Roetgen wird mit 4,2 Millionen Euro in die Zukunft investiert.

»Wir bekommen ein modernes, ortstypisches Gebäude, das an der Gestaltungssatzung der Gemeinde Roetgen ausgerichtet wurde und architektonisch an ein Hofgebäude mit Vorplatz erinnert«, ist Dr. Tim Grüttemeier voller Vorfreude. Schließlich konnte Richtfest gefeiert werden an der dann vierten kommunalen Kindertagesstätte im »Tor zur Eifel«. Vier Gruppen wird der Neubau in direkter Nähe zur Kita »Wackelzahn« aufnehmen mit der Möglichkeit der Erweiterung um zwei weitere Gruppen.  So entsteht Platz für 70 bis 75 Kindern im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt. »Kinder mit und ohne heilpädagogischen Förderbedarf werden gemeinsam betreut - der Inklusions-Gedanke wird hier also von Beginn an umgesetzt«, so Grüttemeier, dessen StädteRegion Aachen als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) für die Gemeinde Roetgen die Einrichtung erbauen lässt. »Dass es beim Bau zum Verzug gekommen, liegt an der Extrarunde im Bebauungsplanverfahren, den uns ein einzelner Baum beschert hat«, räumt Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss ein und freut sich auf die neue Kita.

Aufgrund des hohen Bedarfs an KiTa-Plätzen wird bereits ab dem 1. August in vorhandenen kindgerechten Räumen der StädteRegion im Handwerkerzentrum  in Imgenbroich eine Vorlaufgruppe eingerichtet, die nach Fertigstellung des Gebäudes gemeinsam nach Roetgen umzieht. Die weiteren Gruppen werden nach Bedarf im Laufe des Jahres 2022 eröffnet, schließlich ist die Fertigstellung für das Frühjahr 2022 geplant.

Mit Monika Dahmen konnte Jugendamtsleiter Sebastian Heyn eine im Ort bekannte Pädagogin gewinnen, die bislang die Kita Lammerskreuzstraße leitete und dies auch vorerst - kommissarisch -fortführen wird. Heyn: »Mit der Entscheidung für Frau Dahmen führen wir das Konzept der (teil-)offenen Kindergartenarbeit mit erweiterten Möglichkeiten fort.« Offene Kindergartenarbeit bedeutet, dass die Kinder sich täglich selbst ihren Bildungsbereich aussuchen und dabei nicht auf das Angebot ihrer Gruppe beschränkt sind. »Wir setzen damit auf die Partizipation der Kinder und Demokratiebildung bereits im frühkindlichen Bereich«, so Heyn weiter.

Der Haupteingang führt über eine zweigeschossige Halle in die großen Gruppenräume, die alle nach Südosten ausgerichtet sind. Ein offen angelegtes Konzept mit Spielfluren und einem Mehrzweckraum mit mobiler Trennwand für Vergrößerung des Foyers für Feierlichkeiten. Das Platzangebot weist großzügig von den Empfehlungen des Landes ab. Besonderer Wert wurde auf Raumakustik gelegt.

3.600 Quadratmeter Außengelände mit altem Baumbestand, Amphitheater, Naschecke mit Beerensträucher, Bobbycarbahn und Anpflanzungen vieler heimischer Bäume und Sträucher sollen den Aufenthalt für die Kinder unvergesslich machen.

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