Rückenschonende Waldarbeit

Roetgen. Im Roetgener Gemeindewald ist derzeit eine Menge los. So mancher Läufer und Wanderer traute seinen Augen wohl kaum, dass eine etwa zwei Dutzend große Delegation den aktuellen Rückearbeiten beiwohnten. Der Präventionsausschuss der Unfallkasse NRW war der Einladung von Manfred Eis, seines Zeichens Bürgermeister der Gemeinde Roetgen und Vorsitzender der Vertreterversammlung der Unfallkasse, gefolgt, Fäll- und Entastungsarbeiten einmal vor Ort zu erleben.

Die Unfallkasse NRW verfolgt seit 2013 die Präventionskampagne »Denk an mich. Dein Rücken«. Ziel ist es, arbeitsbedingte Rückenbelastungen durch verhältnis- und verhaltenspräventive Ansätze zu verringern. Lasten nah am Körper tragen, nicht alleine heben, eine ergonomische Arbeitshöhe einstellen und Rumpfvorneigung meiden - das sind Faktoren, die besonders auch Waldarbeiter zu beachten haben. Nach einem Fachgespräch im Roetgener Rathaus begab sich der Präventionsausschuss gemeinsam mit Bürgermeister Eis zur Dreilägerbachtalsperre, wo die gemeindlichen Forstwirte das richtige Entasten vorführten. Mittels eines so genannten CUELA-Messsystems wurden die Belastungen unter realen Bedingungen gemessen.

 

Anschließend ging es in den vom Schnee bedeckten »Märchenwald« Roetgens. Die Delegierten waren nicht nur begeistert von der einzigartigen Eifellandschaft, sondern auch von den Rückearbeiten des 850 Kilogramm schweren Kaltblüters. 7000 Festmeter Holz werden jährlich im Roetgener Gemeindewald eingeschlagen, ein Drittel der Einnahmen wieder in den Forstbetrieb investiert und so auf Nachhaltigkeit geachtet. Auch hier zeigten die Forstarbeiter beim Schälen der Rinde und Entasten eine vorbildliche Arbeitsweise.

So konnte sich der Präventionsausschuss sicher sein, dass unter der Leitung ihres Vorsitzenden Eis präventiv und rückenschonend gearbeitet wird.

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