Bei Special Olympics abgeräumt

Markus Knein holt Medaillen in 400-Meter-Lauf und Kugelstoßen

Markus Knein ist behindert – na und?! Wer den 28-jährigen Eicherscheider kennt und in Aktion sieht, entdeckt in dessen Person stete Leistungsbereitschaft und Lebensfreude, Lerneifer und Lust auf Teamwork. Er fragt nicht lange, ob seine Unterstützung vonnöten ist, er sieht den Bedarf und packt kräftig und geschickt mit an.

Eicherscheid (ms). Und nicht nur ehrenamtlich und über ein Freizeit – Hobby, auch im Beruf sind sein handwerklicher Einsatz und Fachwissen unverzichtbar. Denn Markus Knein ist seit 2006 im Imgenbroicher Caritas-Behindertenwerk beschäftigt, steht auch dort seinen Mann. »Da arbeite ich gern! Im Metallbereich macht mir die Sache so richtig Spaß, ich muss ständig präzise bohren und sägen.«

Zum Ausgleich für seine ihn täglich körperlich wie mental fordernde Tätigkeit schlägt Kneins Freizeitherz für den Sport. Und sein Engagement für Fitness und Wellness in Partnerschaft mit Gleichgesinnten bescherte ihm viel Freude mit anderen. Und beachtliche Erfolge - in der Fußballelf wie im Leichtathletik-Kader. Durch zudem erfolgreiche Besuche sportlich-pädagogischer Einrichtungen im ostbelgischen Elsenborn wie in Eupen – drei Leistungszentren gleicher Art bestehen in Belgiens Deutschsprachiger Gemeinschaft - trainiert er regelmäßig am Therapiestützpunkt Worriken. Der Lorbeer ließ nicht lange auf sich warten. Der in mehreren Disziplinen aktive Athlet erzielte im 400-Meter-Lauf wie im Kugelstoßen im Rahmen der jüngsten »Special Olympics« in Brüssel aus dem Pulk seiner Konkurrenz herausragende Ergebnisse. Der Lohn für vordere Ränge und Treppchen-Platzierungen: Medaillen aus Edelmetall. Wie es sich für einen Sportler gehört, der trotz Handicap ein starkes und wertvolles Glied unserer Eifeler wie ostbelgischen Dorfgemeinschaft bildet.

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