Kindertagesstätte im Neubaugebiet eröffnet

Hohe Nachfragequote in Simmerath

Simmerath. »Fast 60 Prozent der Familien in Simmerath fragen nach U3-Betreuung. Der Neubau einer Kindertagesstätte ist daher mehr als gerechtfertigt.« Markus Terrodde, Dezernent für Bildung, Jugend und regionale Entwicklung der Städteregion Aachen, ist stolz auf die neue Betreuungseinrichtung, die nun im Eichenweg eröffnet wurde. Genau dort, wo einst ein Fußballtor gestanden hat.

Nicht mehr wieder zu erkennen ist das Gelände der ehemaligen Josef-Jansen-Sportstätte mit Schwimmbad, Turnhalle und Fußballplatz. Das Areal zwischen Lohmühlen- und Sportplatzstraße ist zum Neubaugebiet geworden, zahlreiche Häuser wurden bereits errichtet - 47 der 51 Grundstücke sind veräußert.

Auf einem wurde die »Inklusive Kindertageseinrichtung/Familienzentrum Die Sonnenblume 2« errichtet. Seit Januar bereits werden dort zehn Kinder betreut, im Sommer wird eine zweite Gruppe dorthin umgesiedelt: Eine so genannte »KiBiz II Gruppe« mit 10 Plätzen für Kinder von vier Monaten bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres und eine mit 20 Plätzen für Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Beginn der Schulpflicht. »Es ist somit eine kontinuierliche Betreuung ohne Einrichtungswechsel aller Altersgruppen möglich«, erklärt Kita-Leiterin Margot Fietzek. Aufgrund des hohen Betreuungsbedarfs in Simmerath war im Pfarrheim der Pfarre St. Johannes zwischenzeitlich eine Kindergartengruppe eingerichtet worden, die nun wieder aufgelöst wird.

»1996 wurde unsere Kindertagesstätte im Berufskolleg gegründet«, erinnert sich Margot Fietzek und ergänzt: »Wir haben schon Inklusion gelebt, als es viele noch nicht kannten.« Heute werden so genannte »Regelkinder« und solche mit erhöhtem Förderbedarf in vier Gruppen an zwei Standorten betreut.

1,175 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. 180.000 Euro davon werden von Bund und Land NRW bezuschusst. »Eine sinnvolle Investition«, unterstreicht Terrodde.

U3-Betreuung

In der Städteregion Aachen liegt die U3-Nachfragequote bei 41,67 Prozent, in der Gemeinde Simmerath ist sie mit 38,74 Prozent etwas geringer. Nicht so aber im viel zitierten »Zentralort«: Dort fragen 57,39 Prozent der Eltern von Kinder unter drei Jahren nach einem Kindergartenplatz.

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AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

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