Parken wird zum Problem

Ortsvorsteher Stefan Haas will zwei Parkhäuser für Simmerath

Simmerath.  In Simmerath wird gewohnt, gearbeitet und eingekauft - und dies von immer mehr Menschen. Was zunächst positiv scheint, macht das Parken im »Zentralort« zunehmend schwierig. Auf Anregung von Ortsvorsteher Stefan Haas hat die CDU nun im Verkehrsausschuss der Gemeinde die Parkplatzsituation thematisiert.

Stefan Haas schlägt dabei den Bau von zwei Parkhäusern vor. Als Standorte regt er in seinem Antrag die Fläche hinter dem Rathaus sowie hinter der Eifelklinik an der Quadfliegstraße an.

»Das Parken in Simmerath ist schwierig«, räumt Bennet Gielen, Beigeordneter der Gemeinde Simmerath, ein. Zwar habe es bereits im Jahr 2000 ein Stellplatzkonzept für Simmerath und immer wieder Nachbesserungen gegeben. Doch mittlerweile gebe es wieder Handlungsbedarf.

Druck nimmt durch Neubauten zu

»Mit dem Bau eines Parkhauses könnten ausreichend Parkplätze für Mitarbeiter, Berufstätige und Kurzparker entstehen«, blickt Stefan Haas auf den Rathausparkplatz. Dieser ist zwar erst seit kurzem kein reiner Mitarbeiter-Parkplatz mehr, aber die Bautätigkeiten im Umfeld sorgten für einen steigenden »Parkdruck« rund um das Rathaus, gesteht die Verwaltung ein.

An der Quadfliegstraße parken offensichtlich viele Mitarbeiter der Eifelklinik. Daher werde wohnungsnahes Parken nahezu unmöglich, weiß Stefan Haas.

»Wir haben das Parken für unsere Kunden auf zwei bis drei Stunden begrenzt«, erklärt Michael Haas, Vorsitzender des Gewerbevereins und Betreiber mehrerer Modegeschäfte. Dauerparker blockierten diese immer wieder, was er nicht akzeptiert. Auch am Bushof müsse dringend etwas passieren, denn schon am frühen Morgen sei kein Parkplatz mehr zu finden.

Kostenfreies Parken als Standortvorteil

»Parken muss kostenlos bleiben«, unterstreicht Haas einen wichtigen Standortvorteil Simmeraths. Mögliche Parkhäuser sollten dann tatsächlich von Pendlern und Arbeitnehmern genutzt werden. »Parken nah am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Argument auch bei der Suche nach Mitarbeitern«, versichert der Unternehmer.

»Natürlich haben wir viel Verkehr in Simmerath«, weiß auch Optik- und Akustikmeister Matthias Kaulard. Er vermisst aber in der Diskussion moderne Mobilitätsformen: »E-Bikes, E-Tretroller oder kleine Elektroautos könnten die Parksituation entschärfen, unser Gesundheitsbewusstsein stärken und die Umwelt schonen«, so Kaulard.

Die Verwaltung wurde beauftragt, die Errichtung weiterer Stellplätze - wo und wie auch immer - im Zuge des Integrierten Handlungskonzepts für Simmerath erarbeiten zu lassen.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.