Suche nach Spuren der Römer

Archäologen der Uni Köln im Meisenbruch unterwegs

Simmerath. Unscheinbar in versumpftem Gelände soll sie liegen, die Meisenburg. Es ist eine ehemalige Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, deren Existenz Hobby-Historikerin Resi Röder aufgespürt und mithilfe des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege für die Nachwelt gesichert hat. 2014 wurde der unter Schutz gestellte Bereich, der den Hügel der Anlage, seine umgebenden, heute versumpften Gräben sowie die mutmaßlich anzunehmenden Bereiche der Vorburg umfasst, unter Denkmalschutz gestellt.

Der vermutlich in Holzbauweise errichtete Burgtyp hat einen fast rechteckigen Grundriss. Die Befestigung steht im Zusammenhang mit dem Rittergeschlecht von Meysenburg. Lange hatte diese Anlage keinen Bestand, vermutlich schon im gleichen Jahrhundert wurde sie entweder zerstört oder aufgegeben.

Nun ist Resi Röder im »Meisenbruch« entlang der L246 zwischen Gericht und Simmerath auf Spurensuche gegangen. Wasserquellen und römische Bodenplatten vermutet sie auf dem landwirtschaftlich genutzten Gelände, das große Teile des Jahres unter Wasser steht. Hilfe hat sie beim Archäologischen Instistut der Universität Köln gesucht und gefunden. Geophysik-Studenten waren nun in die Eifel ausgerückt, um unter Leitung von Archäologin Manuela Broisch-Höhner auf Spurensuche zu gehen. Zwei Tage lang wurde nach magnetischen Elementen im Boden gesucht oder aber durch Widerstandsmessungen Gemäuer oder Gräben aufgespürt.

Ursprünglich sollte auch die ehemalige »Meisenburg« näher untersucht werden. Doch das unwegsame Gelände machte die Arbeiten unmöglich. Ob sich geologische Sensationen nahe des geplanten Neubaugebietes »Im Meisenbruch« ergeben, ist unwahrscheinlich, aber nun in der Domstadt zu klären.

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