UPDATE: Auswirkungen des Sturms in der Eifel

LKW kippt auf der A 60 bei Waxweiler um

Eifel. Ausläufer von Orkan Sabine fegen von Sonntag, 9. Februar, bis Montag, 10. Februar, durch Rheinland-Pfalz und auch die Eifel. Ebenso Dienstag wird mit Auswirkungen des Sturmtiefs zu rechnen sein. Das hat u. a. Konsequenzen für den Schulbetrieb. Auch die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr bundesweit vorrübergehend eingestellt.

Update (Stand: 10 Februar, 10.30 Uhr)

Die Deutsche Bahn hat am Montagmorgen vermeldet, dass der Fernverkehr im Laufe des Tages wieder aufgenommen werden soll. Derzeit finden auf verschiedenen Streckenabschnitten Erkundungsfahrten zur Schadaufnahme statt. Die Störungen am Montag werden laut Bahn den ganzen Tag über andauern.

Eifelkreis Bitburg-Prüm:

Die Bürger im Eifelkreis Bitburg-Prüm hatten weitestgehend Glück. Personenschäden sind aktuell keine bekannt.

LKW kippt auf der A 60 bei Abfahrt Waxweiler um

Am Montagmorgen ist ein Lkw auf der A 60 zwischen Bitburg und Waxweiler in Fahrtrichtung Prüm aufgrund starker Windböen umgekippt und liegt auf dem Seitenstreifen. Die Straße ist jedoch nicht gesperrt.

Zudem, so die Polizei, sei es in der Nacht zu vielen umgestürzten Bäumen gekommen und damit verbunden zu kurzfristigen Straßensperrungen. Autofahrer müssen auch am Montag mit starken Windböen rechnen, die den Verkehr behindern. Es wird außerdem vor umherfliegenden Gegenständen auf der Fahrbahn gewarnt.

Stromausfälle im Eifelkreis

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm herrscht am Montagvormittag vielerorts Stromausfall.

Wie die Feuerwehr der VG Südeifel mitteilt, fiel in der Nacht zwischen 1.30 und 4 Uhr in 22 Orten in der VG der Strom aus. Auch am Morgen kam es immer wieder zu Stromausfällen.  Um 10 Uhr waren wieder 13 Ortsgemeinden ohne Strom, betroffen waren 1000 Menschen. 

 

 

Kreis Bernkastel-Wittlich:

Die Hochmoselbrücke im Kreis Bernkastel-Wittlich bleibt für Lastwagen gesperrt. Der Grund sind starke Seitenwinde.

 

+++ Ursprüngliche Nachricht +++

Was bereits einige Tage zuvor angekündigt wurde, ist jetzt im Gange: Sturmtief "Sabine" durchzieht auch die Eifel. Besonders in der Nacht von Sonntag auf Montag und am Montagvormittag werden heftige Böen und Starkregen erwartet. In fast ganz Deutschland herrscht aktuell Alarmstufe Rot (Stand: 9.2; 21.30 Uhr).

Deutsche Bahn hat Fernverkehr eingestellt

Der Straßen- und Bahnverkehr im ganzen Land wird aller Voraussicht nach stark beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr bereits für Montag und auch für Dienstag eingestellt.

Der ADAC gibt Autofahrern Tipps, wie sie sich bei den extremen Wetterbedingungen verhalten sollen: "Defensiv fahren, Tempo drosseln, volle Aufmerksamkeit dem Fahrzeug. Bei schwerem Sturm und Orkan: Fahrzeug stehen lassen!"

Eifel: Einige Schulen bleiben am Montag, 9. Februar geschlossen

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung hat auf die Wetterlage reagiert: "Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden grundsätzlich die Erziehungsberechtigten am Morgen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. Volljährige Schülerinnen und Schüler entscheiden dies selbst," heißt es in einer Mitteilung. "Die Sicherheit geht immer vor, deshalb sollten Eltern sich ständig über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse informieren und dann abwägend entscheiden. In Abstimmung mit der Schulaufsicht und den für die Schülerbeförderung zuständigen Trägern vor Ort, können Schulen außerdem eigenständig entscheiden, ob es zur Gefahrenabwehr nötig ist, den Unterricht witterungsbedingt nicht stattfinden zu lassen."

Für letztere Variante haben sich bereits Schulen in der Eifel entschieden, die am Montag geschlossen bleiben, wie etwa das St. Josef Gymnasium Biesdorf und das Cusanus Gymnasium Wittlich. Grund- und Realschule plus Irrel und Nikolaus von Kues Gymnasium Bernkastel-Kues öffnen, überlassen die Entscheidung aber den Eltern, ob der Weg zur Schule zumutbar ist. Eltern sollten sich frühzeitig über die Gegebenheiten an den jeweiligen Schulen informieren.

Das Technische Hilfswerk (THW) Ortsverband Bitburg hat bereits gestern an alle Anwohner appelliert: "Sichern Sie Ihr Zuhause! Lose Gegenstände wie Gartenmöbel, Mülltonnen und Trampoline bergen Gefahren." 

Gerade in den sozialen Medien ist "Sabine" Tagesthema. So ruft der Eichhörnchen Notruf e.V., der in ganz Deutschland aktiv ist, etwa dazu auf, besonders auf herabgestürzte Kobel zu achten, da viele Eichhörnchen bereits Nachwuchs haben. Dieser könnte jetzt Hilfe benötigen.

In der Facebook-Gruppe "Lust auf Eifel" mit knapp 18.000 Mitgliedern berichten die Gruppenmitglieder zudem von ihren Erfahrungen mit dem Sturm - von der seltsamen Vogelformation über Stromausfälle bis hin zum umgestürzten Baum. Man hält sich gegenseitig auf dem Laufenden. 

Eine Panik, so Experten des Deutschen Wetterdienstes, sei nicht angebracht, aber eben höchste Vorsicht. 

 

 

 

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