Wallender Born, zauberhaftes Salmtal

Eifel. Die WochenSpiegel-Serie: Der GPS-Wandertipp für den Juni 2020 von NATUR AKTIV ERLEBEN.

Eifel. Sommerwiesen, weite Blicke, dazwischen schattige Waldwege - besonders in dieser Jahreszeit hat ein Ausflug ins obere Salmtal seine Reize, zumal sich bei der Anfahrt auch die idyllischen Landschaften um Hillesheim und Gerolstein von ihrer schönsten Seite zeigen.

Die Runde wirkt schon am Start oberhalb des Ortes Salm bezaubernd, denn bereits hier, am höchsten Punkt der Tour, haben wir die sanfte, liebliche Landschaft vor uns, die wir in den folgenden Stunden durchwandern werden. Dieser erste Eindruck bleibt im Folgenden erhalten, wenn auch mit ständig wechselnden Perspektiven und Szenerien.

Wir durchqueren zunächst das Dorf am oberen Rand und kommen, vorbei an Fischteichen, schnell hinunter zur Salm, die hier noch ein winziges Rinnsal ist. Bald verlassen wir den Bach, steigen hoch zum Waldrand und durchwandern nun bei häufigeren Richtungswechseln die rechte Talseite. Gab es anfangs noch schöne Blicke zurück nach Salm, kommt nun allmählich das idyllisch gelegene Weidenbach in den Blick.

Wir überqueren die Salm, kommen schnell durch den Ort und ins Freie, steigen noch etwas aufwärts und wandern bei ähnlich herrlicher Sicht wie zuvor in Richtung Wallenborn. Nun begeistern vor allem die Weitblicke nach Salm und hinüber auf die andere, kurz zuvor durchwanderte Talseite. Vor Wallenborn machen wir noch einen kleinen Schlenker, vorbei an einer mineralischen Quelle (Info-Tafel, Bank, Trinkbecher) in ein Tälchen, dann über eine kleine Kuppe und hinunter nach Wallenborn. Hier sollte man sich den wallenden Born oder "Brubbel", eine in bestimmten Abständen aufsteigende Fontäne, nicht entgehen lassen. Ein verblüffendes Naturschauspiel, das Touristen von weither anlockt.

Wir stoßen zunächst in Wallenborn noch auf eine weitere Mineralquelle, ehe wir auf einem Graspfad den Ort verlassen und jenseits der Autostraße eine einsame Wiesenlandschaft betreten und durch diese allmählich aufwärts steigen. Was zu den anderen Streckenabschnitten gesagt wurde, gilt auch hier: Wir wandern durch Märchenwiesen, und eine herrliche Aussicht löst die andere ab. Zunächst sind es die Blicke zurück auf Wallenborn, später schauen wir weit nach Süden und schließlich eröffnet sich immer mehr das Panorama, das wir schon am Anfang der Wanderung genießen konnten. Die letzten Meter legen wir zwischen Ginsterbüschen auf dem Hinweg zurück.

Die Tour bietet eine Fülle von Panoramen, weil wir bei häufigen Richtungswechseln überwiegend durch offenes Gelände wandern und herrliche Blicke auf die jeweils andere Talseite und bachauf- und abwärts erhalten. Traumhafte Blumenwiesen, die wir immer wieder auf Graspfaden durchqueren, ergänzen den Zauber dieser Landschaft. Ein besonderes Erlebnis sind die unzähligen Teufelskrallen, die wir im Frühsommer neben vielen anderen Blumenarten auf den offenbar güllefreien Wiesen bewundern können.

Details:

- Die gesamte Strecke ist 16 Kilometer lang, 320 Höhenmeter sind zu überwinden. Wegen einer schwierigen, etwas verkrauteten Passage geben wir in der GPS-Datei eine Alternative an, die in Wallenborn startet. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Weidenbach und Wallenborn.

- Alle weiteren Infos (GPS-Datei, Kurzbeschreibung des Streckenverlaufs und dessen Darstellung mit Google-Maps, Fotos etc.) findet man unter: www.naturaktiverleben.de/?IndexTour=112

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