Ehrenamtliches Engagement gewürdigt

Tobias Marenberg aus Klausen hat einen Preis erhalten

Klausen. Tobias Marenberg aus Klausen ist für seinen ehrenamtlichen Einsatz in der Kirche, insbesondere für das Kulturprogramm "Kultur in der Wallfahrtskirche", ausgezeichnet worden. Zur Preisverleihung war er in einer Live-Sendung zu Gast.

In der Live-Sendung der 20. "SWR Ehrensache" sind Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Peter Kischkel aus Klausen war im Rahmen des Publikumspreises für seine Pflege des Klausener Abtsgarten nominiert, konnte aber nicht genügend Stimmen gewinnen.

Dafür stand Tobias Marenberg aus Klausen schon vor der Sendung als Preisträger fest und wurde für sein langjähriges Engagement in der Kirche, insbesondere für das Veranstaltungsprogramm "Kultur in der Wallfahrtskirche" ausgezeichnet. Die Wallfahrtskirche bietet seit 8 Jahren neben dem traditionellen kirchlichen Angebot ein umfangreiches Kulturprogramm mit u. a. Buchlesungen, Vorträgen und Konzerten an. Bekannte Musiker und Persönlichkeiten wie z. B. Die Prinzen, Joey Kelly und Gregor Gysi waren schon zu Gast.

Der ausschlaggebende Punkt für den Preis war für die Jury das ehrenamtliche Engagement in der Corona-Zeit (z. B. Live-Übertragungen der Gottesdienste). Besonders am Herzen lag es dem gebürtigen Dortmunder, die "Kultur trotz Corona lebendig zu halten": Aufgrund der Pandemie-Beschränkungen wurde aus "Kultur in der Wallfahrtskirche" kurzerhand "Kultur an der Wallfahrtskirche" - eine Open Air Reihe mit Prominenten wie u. a. Guildo Horn. "Es ist eine tolle Anerkennung für die vielen hunderten von Stunden die ich jedes Jahr mit Freude in die Kultur und eine moderne Kirche investiere. Für mich ist dieser Preis jedoch ein Gruppenpreis. Er geht zum einen an meine Familie, die mir die Rücken für das Engagement freihält, zum anderen an die vielen Helfer und Unterstützer ohne die diese Veranstaltungen nicht möglich sind, aber auch an Pater Albert Seul OP der mit viel Mut und Weltoffenheit eine moderne Kirche mit traditionellen Wurzeln in Klausen ermöglicht", sagt Marenberg dankbar.Ehrensache-Moderator Martin Seidler fragte ihn, wie er in die Zukunft der Kultur-Veranstaltungen blickt.

Sorge: Corona als "Todeswelle für die Kultur"

Marenberg hierzu: "Ich habe keine Sorge vor der zweiten Corona-Welle, sondern vor der Todeswelle für die Kultur. Es hängen so viele Berufe und Menschen finanziell an dieser Branche. Gerade in der jetzigen Jahreszeit wird eine Lockerung für die Innenveranstaltungen sehr essenziell und ich hoffe dort auf eine dringend benötigte Lockerung durch die Landesregierung." Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte in der Sendung, dass man aktuell daran arbeite und schaue, was man für die Branche tun könne - die Kultur läge ihr besonders am Herzen.

red

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