Paul Linz und die große Salmrohrer Verjüngungskur

Fußball-Oberligist setzt noch mehr auf eigene Kräfte

Salmrohr. Die Personalplanungen beim Fußball-Oberligisten FSV Salmrohr sind auf der Zielgeraden. Insgesamt setzt Trainer Paul Linz künftig verstärkt auf eigene Talente. Im Interview mit www.wochenspiegellive.de äußert er sich zu Perspektiven, möglichen Zielen und seiner Zukunft in Salmrohr.

Unter den Abgängen Timo Heinz (Victoria Rosport), Deniz Siga (Türkei?), Klaus Hamper (SG Schneifel Stadtkyll), Ricardo Couto-Pinto (F91 Düdelingen), Gary Kolkes (SV Mehring) und Andreas Sicken, der aus beruflich-privaten Gründen kürzer treten muss, sind einige Hochkaräter. Wie wollen Sie das kompensieren?

Mit einer Mischung aus erfahrenen und vielen jungen Leuten, die aus der eigenen A-Jugend aufrücken und einiges an Talent mitbringen. Jemand wie Andreas Hesslein, der aus Mehring zurück zum FSV kehrt, kann einer unserer neuen Führungsspieler werden, ebenso wie andere aus dem bestehenden Kader. Ich freue mich, gemeinsam mit meinem neuen Co-Trainer Michael Schmitt, der  auch unsere zweite Mannschaft trainiert, sieben bisherige A-Junioren integrieren zu können. Das ist der Weg, den ich hier in Salmrohr ja schon bei meinem ersten Engagement Ende der achtziger /Anfang der neunziger Jahre und später auch bei der Trierer Eintracht verfolgt habe (Anmerkung der Redaktion: Ferner sind die Neuzugänge Peter Schädler vom SV Zeltingen-Rachtig, Fabian Müllen (SpVgg Cochem), Alexander Müllen - reaktiviert - sowie Rasheed Eichhorn von der U19 der Trierer Eintracht und Dominik Schmidt von der U19 der SV 07 Elversberg klar).

Sollte es bei diesem Personalstand bleiben - was ist in der Anfang August startenden, neuen Saison machbar?

Zuallererst gilt es, mal gut aus den Startlöchern zu kommen. Da wir im Gegensatz zur vergangenen Saison nicht gleich zu Beginn der Vorbereitung auf Erst- und Zweitligisten treffen und auch der DFB-Pokal diesmal keine Ablenkung möglich macht, sollten wir uns besser fokussieren können. Es gilt, eine gute Runde zu spielen und die vielen jungen Leute weiterzubringen. In der Favoritenrolle für ganz vorne sehe ich uns nach aktuellem Stand nicht.

Was muss grundsätzlich besser laufen als in der vergangenen Spielzeit, die der FSV trotz neun Niederlagen zu Beginn immerhin als Tabellenneunter abschloss?

Taktisch müssen wir insgesamt noch zulegen. Es gilt, die richtige Balance zwischen Angreifen und Abwarten beziehungsweise Verteidigen zu finden. Noch mehr Mentalität würde ich mir über die gesamte Saison hinweg wünschen. In der Oberliga muss man hier aber schon ein paar Abstriche machen.

Ihr Vertrag läuft noch für die kommende Saison. Und danach?

Warten wir mal ab, wie es läuft, wie die weitere Perspektive ist. Es muss  Spaß machen und wir müssen eine schlagkräftige Mannschaft beisammen haben. Wenn das auch weiterhin gewährleistet ist, kann ich mir gut vorstellen, hier zu verlängern.

Interview: Andreas Arens

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