Salmrohr ohne Fortune - Linz bleibt cool - Masovic kommt

Salmrohr. Eigentlich ist es zum Verzweifeln: Auch eine starke Leistung gegen eine gute Mannschaft vom TSV Schott Mainz reichte dem Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligisten FSV Salmrohr am Samstag Nachmittag nicht, um die Negativserie zu beenden. Das 0:1 gegen die Landeshauptstädter war die siebte Niederlage im siebten Spiel für die Schützlinge von Trainer Paul Linz. Der FSV-Coach war nach dem Abpfiff jedoch weit davon entfernt, zu verzweifeln. "Heute war eine ganz andere Mannschaft als in den Wochen davor auf dem Platz. Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir lassen uns nicht verrückt machen, sondern halten zusammen", rief er seinen Mannen noch auf dem Rasen des Salmtalstadions zu.

Darunter war auch Mittelfeldspieler Sebastian Ting, mit dem Linz in der Halbzeitpause des vorletzten Heimspiels gegen Arminia Ludwigshafen (1:2) noch einen heftigen Disput hatte und ihn vorerst suspendierte, Ting nun aber zurück in den Kader holte und ihn der 70. Minute einwechselte. "Wir hatten ein gutes, konstruktives Gespräch", berichtet der Coach. Im Duell mit Schott Mainz war Salmrohr zwar von Beginn an gut im Spiel, machte es dem Gegner aber in einer entscheidenden Situation wieder viel zu leicht: Nach einem Pass in die Tiefe schaltete der Mainzer Goalgetter Can Cemil Oezer in der 15. Minute schneller als Daniel Schraps und Pascal Meschak, stand alleine vor Keeper Daniel Ternes und schob zum 0:1 ein. In der Folge wurde auf beiden Seiten das Mittelfeld oft schnell überbrückt. Trotz des frühen Gegentreffers merkte man dem FSV frisches Selbstvertrauen nach dem ersten Pflichtspielsieg in der neuen Saison (3:0 am Mittwoch im Rheinlandpokal bei Bezirksligist SG Schneifel Stadtkyll) an. Einige Male näherten sich die Gastgeber im Laufe der ersten Hälfte gefährlich dem Mainzer Tor, mussten aber in Person von Daniel Ternes und Pascal Meschak auch alles riskieren, um in der 33. Minute zunächst gegen Oezer und dann gegen den früheren Mainz-05-und MSV-Duisburg-Profi Srdjan Baljak in der 33. Minute das 0:2 zu verhindern. Wenig später setzte der unglücklich agierende Deniz Siga nach Flanke des agilen Meliani Saim einen Kopfball knapp neben das Tor (35.). Saim (39.) und Siga (43.) verpassten kurz danach das Ziel erneut nur um Haaresbreite.

Meschak scheitert am starken Mainzer Keeper

Auch im zweiten Durchgang blieb der FSV am Drücker; Saim traf in der 51. Minute nach Pass von Timo Heinz nur das Außennetz. Die Konter der Gäste über Torschütze Oezer, Ex-Profi Baljak und Klaus Huth waren aber klug vorgetragen und gefährlich. So wie etwa in der 62. Minute, als Ternes reaktionsstark per Fußabwehr gegen Oezer klärte (62.). Die dickste Chance zum verdienten Ausgleich hatte Meschak. Nach seinem Freistoß lenkte TSV-Schlussmann Patrick Manthe den Ball mit letzter Kraft an die Latte (88.). "Leider war mal wieder die erste Chance des Gegners drin. Das ist derzeit unser Manko", weiß FSV-Trainer Linz. Aus der Formschwäche seiner beiden Offensivkräfte Fabian Helbig und Deniz Siga (den auch einige Zuschauer lautstark kritisierten, was Linz wiederum während der Partie zu einem verbalen Konter veranlasste) will er kein großes Thema machen: "Sie müssen einfach mal treffen. Chancen waren ja da. Danach klappt vieles einfacher", weiß der frühere Bundesligaangreifer aus eigener Erfahrung. Mangelnde Handlungsschnelligkeit in der Defensive und immer noch zu wenig Akteure, die das Spiel im entscheidenden Moment an sich reißen können, erschwerten auch am Samstag die Wahrscheinlichkeit auf etwas Zählbares.

Früheren österreichischen U19-Nationalspieler verpflichtet

Frische offensive Impulse könnte dem Salmrohrer Spiel zumindest mittelfristig Armin Masovic geben. Der 22-jährige, frühere österreichische U19-Nationalspieler war zuletzt für den serbischen Erstligisten FK Novi Pazar im Einsatz und zog nun aus familiären Gründen in die Region. Derzeit wartet FSV-Fußballchef Karl-Heinz Kieren aber noch auf die Freigabe des zentralen Mittelfeldspielers. Kommenden Freitag, 19 Uhr, tritt der FSV im Saarland beim FC Hertha Wiesbach an. AA

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