2.800 Menschen nutzten das Beratungsangebot der Caritas

Wittlich. Der Jahresbericht 2011 des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück, Geschäftsstelle Wittlich, ist erschienen.

Beratung, Betreuung, Pflege, Prävention dafür steht die Caritas. Der Wohlfahrtsverband bietet Menschen in schwierigen Lebenslagen und Notsituationen zahlreiche Hilfsangebote - unabhängig von Alter, Konfession und Nationalität. Rund 2.800 Menschen haben im vergangenen Jahr diese Hilfsangebote in der Geschäftstelle Wittlich, in der Außenstelle Bernkastel-Kues und in der Nebenstelle Morbach in Anspruch genommen."Die Zahlen steigen jährlich, die Lebenssituationen der Ratsuchenden werden zunehmend schwieriger." Das ist das Fazit von Winfried Görgen, Vorsitzender des Caritasverbandes, Geschäftsführerin Katy Schug und Geschäftsstellenleiter Rudolf Bollonia im Vorwort des Jahresberichtes. Sämtliche Angebote und Projekte des vergangenen Jahres sind darin detailliert aufgeführt. Wenn die Zahl der Hilfesuchenden steigt, hat es aber auch damit zu tun, dass die verschiedenen Angebote des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück in weit über 20 verschiedenen Bereichen bei den Menschen in der Region immer bekannter werden."Wir begleiten von der Geburt (in der Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen) bis zum Tod (mit der Hospizinitiative)", sagt Rudolf Bollonia.  Wie schon im Vorjahr fällt  eine Zahl besonders ins Auge: Mit 194.261 Maßnahmen ist die ambulante Pflege ein besonders wichtiger Bereich der Caritas. Und seine Qualität bescheinigt der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) mit einer Gesamtnote von 1,1 als "Sehr gut". Unter dem Motto "Kein Mensch ist perfekt" haben die Caritasverbände in 2011 Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt gestellt, etwa. 7,1 Mio. leben in Deutschland leben. "Inklusion behinderter Menschen ist möglich", war das Anliegen der Kampagne.Das Hauptaugenmerk des Wohlfahrtsverbandes lag im vergangenen Jahr darauf, hilfsbedürftige Menschen in ihrer Umgebung zu erreichen. "Caritas vor Ort" nennt sich das Projekt. Ausgehend von den beiden Sozialstationen, sind pflegerische und hauswirtschaftliche Fachkräfte dabei unterwegs und helfen  kranken und hilfsbedürftigen Menschen vor Ort.Im Bereich "Caritas der Gemeinden" unterstützen Mitarbeiter der Caritas Helfergruppe in den Pfarrgemeinden. "Wir gehen mit dieser Aktion jetzt auch auf die Zivilgemeinden zu", erklärt Rudolf Bollonia, "und schauen, wie man die Dörfer noch mehr stärken, wie man sich gegenseitig unterstützen kann." Mit dieser Aktion will die Caritas das ehrenamtliche Engagement in den Gemeinden weiter anregen, fördern und begleiten und so auch zu einer Vernetzung von Hilfsangeboten anregen.Apropos Ehrenamtliche: In den Kreisen Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell sind über 1400 Menschen ehrenamtlich für die Caritas und den Dienst am Menschen unterwegs. "Es ist toll, was da alles im ehrenamtlichen Engagement passiert", als Beispiel nennt Bollonia das Projekt der Ausbildungspaten. Dabei halfen im vergangenen Jahr Paten den Schülern der Traben-Trarbacher Realschule plus, nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz zu finden. "Es gibt vielfältige Themen, wo die Ehrenamtlichen unterwegs sind."Auch die Wittlicher Tafel, welche nur durch Spenden möglich ist, steht und fällt mit ihrem Engagement. Dieses Engagement der Ehrenamtlichen werde dringend gebraucht. Im vergangenen Jahr wurden ca. 1300 Menschen durch die Tafel unterstützt. 90 ehrenamtliche Helfer sowie 36 beteiligte Lebensmittelgeschäfte machten dies im Jahr 2011 möglich.Die Finanzierung der verschiedenen Dienste und Beratungsangebote ist allerdings nicht immer leicht. "Wenn wir etwas Neues, ein zusätzliches Hilfsangebot machen wollenoder wenn ein Stifter wegfällt, dann wird es schwierig", sagt Bollonia. Doch die Erfahrung zeigt auch, dass Engpässe immer gemeistert werden. Nicht selten kommt dann Unterstützung des Landes, der Kreisverwaltung, einzelner Kommunen oder auch der Banken, macht Bollonia Mut für die Zukunft. Ein großer Erfolg war im vergangenen Jahr wieder die Weihnachtsgeschenkbaum-Aktion. 235 Umschläge an sechs Weihnachtsbäumen waren in kurzer Zeit von den Bäumen genommen. 13.155 Euro, mehrere Päckchen sowie fünf Tannenbäume beweisen auch in der siebten Auflage der Benefizaktion die große Spendenbereitschaft und Solidarität der Menschen. "Uns liegt besonders am Herzen, dass wir als Anlaufstelle für Menschen wahrgenommen werden, die in finanzielle Not geraten sind, auch wenn wir nicht immer helfen können." Die Beratungsangebote sind fast alle kostenlos. www.caritas-wittlich.de

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