Erster Zwischenbericht zum Wittlicher Jugendnetz

Wittlich. In der jüngsten Stadtratssitzung stellte Ratsmitglied Michaele Schneider erste Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe Wittlicher Jugendnetz vor. Expertenrunde will nach Sommerferien eine gezielte Jugendbefragung durchführen.

Was wollen und brauchen Kinder und Jugendliche, um sich zu eigenverantwortlichen und  zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln? Welchen Bedarf und welche Bedürfnisse hat die Zielgruppe? Diese und weitere Fragen soll eine Expertenrunde "Jugendförderung" in den nächsten Monaten beantworten. Die Arbeitsgruppe wurde mit Beschluss des Stadtrates vom 14. Dezember 2010 auf den Weg gebracht. Stadtratsmitglied Michaele Schneider stellte auf der letzten Stadtratssitzung  erste Ergebnisse vor. Sie machte deutlich, dass es ausdrücklich nicht darum gehe, wo man am besten kürzen und welche Einrichtung geschlossen werden könne. Vielmehr verstehe man den Auftrag so, Instrumente für eine fundierte und zukunftsorientierte Förderpolitik und Perspektiven zu entwickeln sowie Potentiale zu vernetzen. Unter dem Titel: "Wittlicher Jugendnetz ?Mehrwert für Kinder und Jugendliche" soll der künftige Runde Tisch "Jugendförderung"drei Themenfelder bearbeiten: 1. die Ermittlung der Rahmenbedingungen Jugendarbeit in Wittlich;  2. Eine kritische Überprüfung des 5-Punkte-Programms zum Konzept der Arbeitsgruppe "Haus der Jugend" und 3. eine daraus abgeleitete Empfehlung an den Sozialausschuss. Zielgruppe der Arbeit sind Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren, Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren sowie heranwachsende und junge Erwachsene zwischen 16 und 20 Jahren. Dies umfasst den so unterschiedlichen Personenkreis wie Mädchen,  Jungen, Cliquen, Jugendkulturen und Migranten. Die Zielgruppe umfasst laut Schneider bis zu 3.618 Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren. Das sind 20,3 Prozent der Wittlicher Einwohner.Jugendarbeit finde statt in Einrichtungen der Jugendhilfe und Schulen, als Vereins -und Verbandsjugendarbeit, in mobilen Arbeitsfeldern, als Jugendarbeit unterwegs, als virtuelle Jugendarbeit sowie in Kooperationen und Einrichtungen wie etwa mit der Stadtbücherei. Schon jetzt wurde deutlich: nicht die Jugend habe sich verändert sondern äußere Faktoren. Der weitere Zeitplan sieht eine gezielte Vereins- und Jugendbefragung vor, die nach den Sommerferien im August beginnen soll.  Der Fragebogen soll auch über Lehrer in den Schulen und unter Einbindung des Wittlicher Jugendparlaments, des Hauses der Jugend und der Jugendforen sowie über elektronische Medien wie Internet und Facebook breit gestreut werden. Man erhofft sich dadurch einen Rücklauf von mindestens 40 Prozent. Ab September sollen die dabei ermittelten Bedürfnisse in einer Datenbank erfasst werden.  Die Auswertungen und weitere Information der Gremien sowie die Entwicklung eines Aufgabenkatalogs für die Analyse schließen sich dann im zweiten Halbjahr 2012 an. Für den 9. März 2013 ist eine öffentliche Präsentation der ersten Ergebnisse vorgesehen unter der Maßgabe "Jugendpolitik  mit Mehrwert zu schaffen für und mit unserer Jugend", so Schneider .                             (red)

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