Mehr Tote im Eifelkreis Bitburg

Im Straßenverkehr sterben mehr Menschen

Kreis Bitburg / Prüm. Die Polizei hat ihre Unfallstatistik für das Jahr 2018 bekannt gegeben. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben sich 4375 Verkehrsunfälle ereignet. Dabei wurden 14 Menschen getötet. Damit ist die Zahl der Todesfälle um fünf gestiegen.

Hier die Zahlen für den Bereich der Polizeiinspektion (PI) Prüm: Im vergangenen Jahr ereigneten sich hier 1693 Unfälle, zehn weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden, ist im vergangenen Jahr zwar von 176 (2017) auf 159 (2018) gesunken. Allerdings nicht die Zahl der dabei Verunglückten. Diese blieb mit 233 Verletzten gleich zum Vorjahr. Sieben Menschen wurden bei Unfällen getötet - zwei mehr als im Jahr zuvor.

Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr ereigneten sich weniger Unfälle innerorts, dafür nahm die Zahl außerhalb der Ortschaften aber zu. Die meisten Unfälle gab es auf der B410 zwischen Büdesheim und Dasburg (213 Unfälle). Hier starben sogar Menschen. An der traurigen zweiten Stelle liegt die B51 zwischen Stadtkyll und der Anschlussstelle Prüm an der A60 (113 Unfälle) Auch hier starben Menschen.
Auffallend hoch war die Zahl der jungen Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren, die an Unfällen beteiligt waren. Sie haben nur einen Bevölkerungsanteil von 8 Prozent, waren aber mit über 21 Prozent in Unfälle verstrickt. Der Anteil, den Senioren über 65 Jahren an Unfällen hatten, liegt dagegen mit 15 Prozent weit unter ihrem Bevölkerungsanteil (22 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Unfälle mit Motorradfahrern von 43 auf 51 gestiegen. Zwei davon endeten tödlich. Unfälle mit LKW sind von 210 auf 195 gesunken.
Zugenommen haben die Wildunfälle (2018: 766; 2017: 649). Sie nehmen über 45 Prozent der Gesamtunfälle ein. Die hohe Zahl hat ihre Ursache einerseits in der starken Wildpopulation, andererseits im Waldreichtum der Gegend.

Polizei achtet verstärkt auf Handynutzung

Als Hauptursache der Unfälle macht die PI Prüm überhöhte Geschwindigkeit aus. Andere Ursachen seien die Ablenkung durchs Handy, Fahren auf der linken Fahrspur, Alkohol- oder Drogeneinfluss und Müdigkeit. Sehr viele Unfälle geschahen auch beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren.
Für 2019 kündigt die Polizei Prüm neben den üblichen Radar- und Alkoholkontrollen verstärkte Kontrollen von Handynutzung am Steuer an. Um die Hauptrisikogruppe, die jungen Fahrer, anzusprechen, soll es Verkehrssicherheitstage der weiterführenden Schulen geben und andere Aufklärungsaktionen wie am Infostand der Prümer Polizei bei der Grenzlandschau in Prüm.
Im Bereich der Polizei Bitburg, die mit 895 Quadratkilometern eins der größten Straßennetze einer PI zu betreuen hat, sind 2682 Verkehrsunfälle geschehen. Das ist eine Steigerung um 1 Prozent. Insgesamt kamen 2018 bei Verkehrsunfällen 363 Personen zu Schaden (Vorjahr: 333). Sieben Menschen wurden getötet. Im Vorjahr waren es drei Menschen.

Nicht genügend Sicherheitsabstand

Die meisten Verletzten gab es bei Unfällen außerhalb geschlossener Ortschaften. Wo die Unfallschwerpunkte lagen, gab die Polizei nicht bekannt. Ausgewertet hat sie nur die Ereignisse auf der B257 und der B51. Auf der B257 zwischen Bitburg und Echternacherbrück ereigneten sich 68 Unfälle (Vorjahr: 91) mit 13 Verletzten (Vorjahr: 9). Auf der B 51 zwischen Helenenberg und der A 60 wurden 111 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 113) mit 33 Verletzten registriert. Dabei stieg die Zahl der Unfälle, an denen Lkw beteiligt waren, von 16 auf 19.
Im Gegensatz zu der Unfallentwicklung im Bereich der Prümer Polizei ist die Beteiligung von jungen Fahrern in der Altersgruppe der 18- bis 20-jährigen Fahrer gesunken. Dagegen ist die Zahl der Unfälle mit Senioren erneut angestiegen. Nach den Erkenntnissen der Polizei gebe es keine Anzeichen dafür, dass ältere Verkehrsteilnehmer grundsätzlich schlechtere Autofahrer sind. Die steigenden Zahlen seien eher auf den demographischen Wandel zurückzuführen.
Als Hauptunfallursache nennt die Polizei Bitburg ungenügenden Sicherheitsabstand. Dahinter rangieren Fehler beim Wenden bzw. Rückwärtsfahren und Geschwindigkeitsverstöße. Wie im Bereich Prüm sind erheblich viele Unfälle durch Wildwechsel verursacht.

bil.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.