Neue Info-Tafeln für das Ferschweiler Plateau

Kreis Bitburg / Prüm. Im Rahmen vom Naturparkplan 2030 des Naturparks Südeifel werden zahlreiche Denkmäler entlang der Wanderwege auf dem Ferschweiler Plateau im Naturpark nun stärker in den Mittelpunkt gerückt, um das natürliche und kulturelle Erbe der Südeifel sichtbarer zu machen.

"Das Projekt soll schrittweise auf den gesamten Naturpark Südeifel ausgeweitet und in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und Verbandsgemeinden umgesetzt werden", sagt Daniela Torgau, Geschäftsführerin des Naturparks Südeifel.

Das Ferschweiler Plateau erhebt sich 200 Meter über den Tälern von Sauer und Prüm, dort laden viele Denkmäler auf eine Entdeckungsreise ein. Auf den neuen Info-Tafeln werden die zentralen Elemente der überlieferten Geschichten mit historischen Fotos und Illustrationen dargestellt. Auf diese Weise wird die bewegte Vergangenheit der Denkmäler lebendig. Die dazugehörigen Stelen mit dem Trägersystem sind mit dem Rollstuhl unterfahrbar und wurden ebenso wie die Erstellung der Info-Tafeln fachlich betreut durch das Landesmuseum Trier sowie die Denkmalpflege des Eifelkreises Bitburg-Prüm und die Felsenland Südeifel Tourismus GmbH. Die Texte auf den Tafeln sind in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch) abgebildet. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Handlungsprogramms des Naturparks durch das Umweltministerium Rheinland-Pfalz.

Die Wanderwege auf dem Plateau erschließen Kulturdenkmäler aus allen Epochen der Geschichte. "Wir freuen uns sehr, dass die Denkmäler durch die neuen Info-Tafeln in Wert gesetzt werden und ihre faszinierende Geschichte den Besucherinnen und Besuchern nähergebracht wird", sagt Silvia Hauer, Ortsbürgermeisterin von Bollendorf. Auch bei Johann Hoff, Ortsbürgermeister von Nusbaum, finden die neuen Tafeln großen Anklang: "Die einzigartige Gestaltung der Tafeln fällt sofort ins Auge und vermittelt die Vergangenheit der Denkmäler auf anschauliche Art und Weise."

Ein Stück heidnische Kultur

Besonders Bemerkenswert ist das Fraubillenkreuz unweit von Bollendorf. Dieser Menhir (Langstein) ist der bedeutendste der Region und diente vor mehr als 3.000 Jahren v. Chr. wohl als Opferstein. Der Langstein hatte eine beachtliche Höhe von bis zu 5 Meter. Um dem heidnischen Glauben ein Ende zu setzen soll der Heilige Willibrord, Gründer des Klosters in Echternach, um 800 nach Christus den Stein persönlich zu einem Kreuz behauen haben. Dabei erlangte der Sandstein seine heutige Höhe von 3,5 Meter. Frühe Urkunden von 1470 n.Chr. weisen daraufhin, dass "La Grande Croix" als Grenzstein genutzt wurde. Tipp: Machen Sie eine "Menhir-Wanderung" über das Ferschweiler Plateau: Langenstein, Druidenstein, Fraubillenkreuz und die "namenlosen" Nusbaumer Menhire unweit des Fraubillenkreuzes lassen sich gut auf einer Tour verbinden.

(red)

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