Pflege im Eifelkreis am teuersten

Kreis Bitburg / Prüm. Die Menschen im Eifelkreis Bitburg-Prüm müssen im Durchschnitt mehr für die Unterbringung in einem Pflegeheim zahlen als im Landesdurchschnitt. Das zeigt der Pflegereport der Barmer, den die Universität Bremen erstellt hat.

"Zugespitzt formuliert lässt sich sagen, dass es von der Postleitzahl abhängt, wie viel Pflegeheimbewohner in Rheinland-Pfalz bezahlen müssen", sagt Frank Schlöder, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Bitburg. Laut Pflegereport zahlen die Bewohner von Pflegeheimen im Eifelkreis Bitburg-Prüm einen Gesamteigenanteil von durchschnittlich 1.922 Euro im Monat. Am höchsten ist der Gesamteigenanteil innerhalb von Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern mit 2.107 Euro pro Monat und am geringsten im Landkreis Südwestpfalz mit 1.660 Euro. Der Landesdurchschnitt liegt bei 1.895 Euro (Stand 2017).

Der Gesamteigenanteil, den Pflegeheimbewohner zahlen müssen, setzt sich zusammen aus einem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), den Kosten für Verpflegung und Unterkunft sowie den Investitionskosten. "Hauptkostentreiber für die Unterbringung im Pflegeheim ist der EEE", erklärt Schlöder. Er weist in Rheinland-Pfalz einen Durchschnittswert von 669 Euro pro Monat auf. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm liegt er bei 754 Euro. In Rheinland-Pfalz ist der EEE mit durchschnittlich 532 Euro im Landkreis Birkenfeld am geringsten und in Zweibrücken mit 858 Euro am höchsten.Laut Schlöder sei es nicht immer leicht, eine geeignete Pflegeeinrichtung zu finden. Nicht nur die Wohnortnähe sei ein wichtiges Suchkriterium, sondern auch das Leistungsangebot oder die anfallenden Kosten. "Eine wichtige Hilfe kann der Pflegelotse sein. Über ihn kann man sich Pflegeheime in der Nähe anzeigen lassen und sie zum Beispiel hinsichtlich Größe oder Lage miteinander vergleichen", meint Schlöder.

Mehr Informationen: www.pflegelotse.de.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.