54. Europäisches Folklore-Festival begeisterte die Besucher

Bitburg. Das Bitburger Folklore-Festival 2018 ist Geschichte. Es gilt als eines der größten in Europa – und das zu recht: Es war ein Festival, wie man es sich wünscht: Mehr als 1000 Akteure aus 15 Ländern Europas und aus Argentinien nahmen teil.

Die weiteste Anreise hatte die argentinische Tango-Truppe "Malevaje Porteno". Sie präsentierte mit Band, Sänger und Tänzern ihre Musik - den Tango. In extravaganten Kostümen boten sie  stimmungsvolle Bilder auf der Bühne. Das Profiensemble ist zuzeit auf Europa-Tournée und hatte vor dem Aufenthalt in Bitburg bereits einen Auftritt in Paris.

Die Veranstalter hatten sich auch in diesem Jahr große Mühe gegeben, ein  abwechslungsreiches Programm zu bieten. Auf allen Bühnen tanzten, spielten und sangen die Volkstanz-, Folklore- und Musikgruppen in ihren farbenprächtigen Trachten. Dabei kamen auch hier eher unbekannte Musikinstrumente zum Einsatz, so die Nyckelharpa (Schlüsselharfe), die mit einem Bogen gespielt wird, von der schwedischen Gruppe aus Lund. Und für die kleinen Gäste gab es Kinderfolklore am Grünen See. Die Pia-Nino Band holte Kinder auf die Bühne und ließ sie mitrocken. Die jungen Leute der Dance Kalanda aus Tiflis in Georgien zeigten artistische Höchstleistungen. Zu den Stamm-Teilnehmern, die in Bitburg ihre Fangemeinden haben, gehören seit vielen Jahren die Coronation Brass aus Caerphilly/GB und die Götz Buam aus Jagsthausen. Der Einzug der Nationen mit der faszinierenden Folklore-Schau am Samstag, der Freibierausschank am Sonntag und die große Folklore-Abschieds-Gale am Montag sind die unbestrittenen Höhepunkte. Und auch das Bierfassrollen ist ein fester Bestandteil des Festivals. Traditionell gibt es am Freitagabend ein Konzert. In der Stadthalle, das Konzert war ausverkauft, spielte die Metallica Tribute Band My´tallica.

In diesem Jahr gab es ein neues Konzept, bezogen auf die Spielstätten. Es gab kein Festzelt und auch keinen Umzug. Die Stadthalle mit Umgebung und dem gegenüberliegenden Parkplatz Grüner See wurden in das Konzept eingebunden. Diese Veränderung fand bei sehr vielen Besuchern Zustimmung. Alle Plätze in der Innenstadt waren einbezogen, und die Wege von Festplatz zu Festplatz kürzer. Die Bühne am Spittel war der Mittelpunkt, hier gab es permanent Programm, ebenso am Petersplatz, der durch die "Grüne Oase" in diesem Jahr eine positive Erweiterung erfuhr. Am Programmangebot der anderen Bühnen (Grüner See, Konrad) entzündete sich Kritik, Verbesserungen wären angesagt wie auch bei der Ausschilderung der Wege von Festplatz zu Festplatz. Für die Versorgung der Akteure sorgte das DRK. Spaß, Spannung und Action für die ganze Familie bot der Vergnügungspark auf dem Bedaplatz.

Fotos: Mrotzek/Kootz

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