»Eselsohr« in Bitburg könnte gerettet werden

Bitburg. Die Buchhandlung Eselsohr hatte bereits ihre Schließung verkündet. Jetzt könnte es jedoch Rettung in Form einer Genossenschaft geben. Jeder, der möchte, kann Anteile erwerben.

 Es ist der letzte Versuch, die in Bitburg über Jahre hinweg etablierte und beliebte Buchhandlung »Eselsohr« in der Haupstraße 42 zu retten. Noch--Inhaberin Anne Bies startet über die Homepage der Buchhandlung und über das soziale Netzwerk Facebook einen Aufruf. Unter dem Titel »Rettet die Buchhandlung« schreibt sie: »Der Aufschrei war groß, als wir bekannt gaben, dass wir schließen. So groß, dass viele mit uns anfingen, nach Lösungen zu suchen, um es zu vermeiden.« Die Idee: eine Genossenschaft gründen. Anne Bies selbst wird zwar in der Buchhandlung aufhören, das Zepter aber weiterreichen: »Ich bin stolz, dass das Team sich sofort bereit erklärt hat, weiterzumachen und die Zügel zu übernehmen. Das Konzept ist fertig, es muss jetzt schnell gehandelt werden, damit es nahtlos weitergeht«, so Bies.

In Zukunft zuständig sein für die Belange der Kunden werden Corina Zimmer, Jutta Klaes-Berg und die neu dazustoßende Katja Modrow sowie die beiden Aushilfen Anja Hoor und Gertrud Schildhauer – aber nur, wenn das Eselsohr überlebt.  

Jetzt kommen die Eifler Bürger ins Spiel: Um die Buchhandlung zu retten, kann jeder Teil der Buchhandlung werden und Genossenschaftsanteile erwerben. Jedes zukünftige Genossenschaftsmitglied muss mindestens einen Anteilschein von 500 Euro erwerben. Der Wille in der Bevölkerung, zu helfen, scheint groß: »Wir sind überrannt worden«, erklärt Anne Bies.  Katja Modrow ergänzt: »Der Auruf schlägt ziemlich hohe Wellen. Und wir sind alle motiviert, das Eselsohr zu erhalten und hoffen auf weitere positive Resonanz«.

  • Absichtserklärungen können Interessierte entweder in der Buchhandlung abholen oder per Mail (info@eselsohr-bitburg) erhalten.

(sas)

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