Das SJG entlässt seine „Abinauten“ – Abiturfeier in Biesdorf

Biesdorf. Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche begannen die Feierlichkeiten zur Verabschiedung der diesjährigen Abiturientia des Privaten St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf. In seiner Predigt verlieh Pater von Rüden seiner Hoffnung Ausdruck, dass Gott auch in der Zukunft der nun in die „Freiheit“ entlassenen jungen Erwachsenen eine Rolle spielen möge. Der anschließende Festakt in der Großen Halle wurde vom Schulleiter Jürgen Gieraths eröffnet. Er gratulierte den frisch gebackenen Abiturienten und ihren Eltern und hob hervor, dass der Jahrgang mit 2,38 den besten Abiturdurchschnitt in Biesdorf seit langer Zeit erreicht habe. Verbandsbürgermeister Moritz Petry ermunterte in seinem Grußwort dazu, sich nicht auf Erreichtem auszuruhen, sondern stets „neugierig zu bleiben“. Im Namen des Schulelternbeirats sprach Olaf Böhmer zu den Anwesenden. Er blickte auf die rasante Entwicklung in der digitalen Welt, die sich seit der Geburt der Abiturienten vollzogen habe, und betonte angesichts dessen: „Sie müssen mitgestalten!“, bevor er den nunmehr ehemaligen Schülern im Rückgriff auf ihr Abimotto „Abinauten“ „Guten Flug!“ wünschte. Franz Bittner, Vorsitzender des Fördervereins der Schule, rief zur Mitgliedschaft im Förderverein auf, der ein wichtiges Bindeglied zwischen den Ehemaligen und der Schule darstelle. Auch er wünschte beim „Griff nach den Sternen“ eine „Gute Reise in die Zukunft“. In einem humoristischen Rückblick auf ihre Schulzeit dankten die Jahrgangsstufensprecher Jasmin Ewerhart und Max Müller insbesondere ihrem Stufenleiter Martin Hermes und ihrer langjährigen Lehrerin und Wegbegleiterin Stephanie Jost mit einem Geschenk. Ebenfalls humorvoll betrachteten Martin Hermes und Stephanie Jost anschließend aus Lehrersicht die Schulzeit der Abiturienten. Mit den Worten „Wir konnten uns immer auf euch verlassen“, lobten sie das soziale Engagement der Stufe und wiesen darauf hin, dass der überragende Abiturdurchschnitt nicht zuletzt dem Marchtaler Plan zu verdanken sei, nach dem dieser Jahrgang als erster unterrichtet worden sei. „Der Marchtaler Plan funktioniert gut, wie man an euch sieht“, stellte auch Berthold Kohl, Vorsitzender der Stiftung, fest, der im Anschluss an die Zeugnisübergabe das Schlusswort hatte. „Biesdorfer Abiturienten sind ganz weit vorne“, machte er Mut für die Zukunft, und mit dem Hinweis „Hier gibt es massenweise Platz für landende Raumschiffe“ lud er die „Abinauten“ ein, ihre alte Schule wieder zu besuchen. Umrahmt wurde der offizielle Festakt von musikalischen Darbietungen der Abiturienten, und im Anschluss wurde in der passend zum Thema dekorierten Kleinen Halle bei Speisen und Getränken weitergefeiert.   Für besondere Leistungen im fachlichen Bereich oder herausragendes soziales Engagement wurden folgende Abiturienten mit Preisen ausgezeichnet:   Jasmin Ewerhart (Preis des Bildungsministeriums) Iris Jackel (Preis des Rotary Club Bitburg-Prüm) Niklas Bettendorf und Jonas Tossing (Preis des Fördervereins) Kristina Brück,  Constantin Günzel, Christian Kohl, Peter Riewer, Simone Thiex und Christoph Bisenius (Preis des Schulträgers) Anna Molitor und Marie-Terese Völker (Preis des Kollegiums) Emanuel Heck und Alexander Irsch (Preis des Fachbereichs Biologie) Max Müller (Pierre de Coubertin-Preis Sport) Katharina Wilwers (Preis des Fachbereichs Latein) Oliver Stockemer und Simone Thiex (Preis der deutschen Mathematiker-Vereinigung) Jonas Tossing und Tobias Marx (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft) Katrin Eppers (Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker) Katharina Horn (Buchpreis des Philologenverbandes für Leistungen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich) Christoph Bisenius (Preis der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft) Patrick Bartz, Niklas Bettendorf, Simon Geimer, Emanuel Heck, Katharina Horn, Simone Kohl, Lea Mossal, Florian Roth, Sophie Wolf, Simone Thiex und Luisa Zimmer wurden darüber hinaus für ihr soziales Engagement geehrt. Foto: Schule  Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche begannen die Feierlichkeiten zur Verabschiedung der diesjährigen Abiturientia des Privaten St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf. In seiner Predigt verlieh Pater von Rüden seiner Hoffnung Ausdruck, dass Gott auch…

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"Music Memories"

Neuerburg. Am 10. März war es so weit: Das Staatliche Eifel-Gymnasium lud zum traditionellen Schulkonzertabend ein. Das von Eltern, Geschwistern, Freunden und der Schulgemeinschaft gut besuchte Konzert versprach unter dem Motto "Music Memories" in diesem Jahr besonders interessant zu werden. Die beiden Moderatorinnen Ann-Kathrin Schmitz und Jana Schmitz machten bereits zu Beginn darauf aufmerksam, dass kaum ein anderes Spiel so wie das berühmte Memory-Spiel aus Kindertagen es vermag, Generationen zusammenzubringen. Daher luden die Schüler ihr Publikum auf eine Runde "Memory" ein. Die Kärtchen bildeten vielfältige und abwechslungsreiche Musikstücke, wie beispielsweise James Bond 007 oder Polka, Polka, Polka, die vom Chor, der Big-Band und zahlreichen Solisten dargebracht wurden. Gemeinsam mit dem Publikum wurde die Verbindung zwischen den einzelnen Liedern entdeckt. Dann ging es in die nächste Runde des Spiels. Die Bigband unter der Leitung von Frau Nusbaum zauberte dynamisch und empathisch mit Stücken wie "Highlights from Brother Bear" oder "Jar of hearts" ein dichtes Big-Band-Feeling in den Raum. Der Chor unter der Leitung von Frau Thelen sorgte beim Publikum durch eine abwechslungsreiche Genrewahl, von traditionell bis modern, für Stimmung im Publikum. Ohrenzeugen bewunderten den gefühlvollen Klang der Stücke, der die Spiel- und Sangesfreude der Mitwirkenden enthüllte. Glanzpunkte des Abends waren auch die einzelnen Soli durch ihre gehaltvollen Stimmen mit warmem Klang und ihr gekonntes Agieren mit Orchester und Chor, die das Publikum zum Klatschen und Staunen brachten. Der Schulleiter Herr Dr. Kemper lobte die Mitwirkenden für ihre Leistungen und ihr Engagement. "Dieser Abend macht mich besonders demütig", meinte er. Gleichzeitig dankte er den Schülerinnen und Schülern sowie den Musiklehrerinnen und Helfern für ihren Einsatz und ihre Leistungen in den letzten Wochen und Monaten. Das Lied "I see you" aus dem Film "Avatar" war der Schlusspunkt des Abends und für Publikum und Mitwirkende eine Augen- und Ohrenweide durch das Zusammenspiel von Musik und Lichtern. Zum Schluss gab es Standing Ovations für alle Mitwirkenden. Foto: Schule Am 10. März war es so weit: Das Staatliche Eifel-Gymnasium lud zum traditionellen Schulkonzertabend ein. Das von Eltern, Geschwistern, Freunden und der Schulgemeinschaft gut besuchte Konzert versprach unter dem Motto "Music Memories" in diesem Jahr…

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Endlich Platz für unter Dreijährige

Mettendorf. Bauverzögerung, Kostenexplosion, Probleme mit Formaldehyd – der Weg bis zur Einsegnung des Kita-Neubaus in Mettendorf war steinig.  Am Ende überzeugt das Ergebnis: Ein moderner, architektonisch ansprechender Kindergarten bietet nun 102 Kindern, davon 20 Kindern unter drei Jahren, Platz.  Sieben Jahre hat es gedauert von den ersten Gesprächen bis zum Neubau der Kita in Mettendorf. Nach vier Jahren Bauzeit wurde am Freitag vergangener Woche das Gebäude eingesegnet. Knapp 2,3 Millionen Euro hat es gekostet, 1 Million mehr als anfangs kalkuliert. VG-Bürgermeister Moritz Petry spricht daher von einem »schmerzhaften Prozess«. Die Kita und der Zweckverband der beteiligten Ortsgemeinden haben die Schwierigkeiten mit ihren Partnern letztlich bewältigt. Der Kreis beteiligte sich mit rund 220.000 Euro, das Land gab 242.000 Euro,  den Rest haben die Kommunen übernommen. Unterstützt von Sponsoren wie Willi Hubor. Der Mettendorfer sammelte anlässlich seines 50. Geburtstages 13.000 Euro für die Kita, die das Geld  in Spielgeräte für den Außenbereich investierte.  Ein Sorgenkind ist noch die Formaldehyd-Belastung. Im Herbst hatten Messungen in der angrenzenden Grundschule ergeben, dass hier die Grenzwerte für die chemische Verbindung, die als krebserzeugend eingestuft ist, überschritten werden. Anneliese Ludwig, Standortleiterin des Kindergartens, der in gleicher Bauweise wie die Schule errichtet wurde, beruhigt: »Im Kitabereich sind die Werte im Grenzbereich.« Weitere Messungen  stünden an. In der Schule hat die VG-Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltamt Maßnahmen ergriffen, um die Emissionen zu reduzieren, so VG-Bürgermeister Moritz Petry.  Der Neubau des Kindergartens war nötig geworden,  weil der alte zu klein war, um Kinder ab einem Jahr aufnehmen zu können. Nun hat die Kita Platz für 102 Kinder, davon 20 unter Dreijährige. Es gibt Schlafräume, Wickelräume, Waschräume, einen Bewegungsraum, fünf Gruppenräume mit Nebenräumen, großzügige Flure, die Platz zum Spielen lassen und eine Mensa. Die Älteren nutzen die Mensa in der angrenzenden Grundschule, damit sie sich schon an die Schule gewöhnen können. Für die 16 Erzieherinnen gibt es einen Personalraum, ein Büro, und eine Teeküche. »Wir sind sehr froh, dass das Raumangebot jetzt den modernen Anforderungen entspricht. Die Verweildauer der Kinder hat sich enorm verlängert. Da brauchen die Kinder Rückzugsräume«, sagt  Roswitha Meyer von der Trägerin Kita gGmbH. 64 Ganztagsplätze hält die Einrichtung vor. bilBauverzögerung, Kostenexplosion, Probleme mit Formaldehyd – der Weg bis zur Einsegnung des Kita-Neubaus in Mettendorf war steinig.  Am Ende überzeugt das Ergebnis: Ein moderner, architektonisch ansprechender Kindergarten bietet nun 102 Kindern, davon…

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„Gegen das Vergessen unbesungener Helden“

Neuerburg. Erika Rosenberg, die Biographin von Emilie und Oskar Schindler, hat zwei Leistungskurse Geschichte am Eifel-Gymnasium Neuerburg besucht und mit den Schülern über das Ehepaar gesprochen, das zur NS-Zeit mehr als 1200 Juden das Leben gerettet hat. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wollte man in Deutschland weder über den Krieg noch über den Nationalsozialismus sprechen. Die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur wurden weder von Tätern noch von Opfern thematisiert, sondern zu einem gesellschaftlichen Tabu-Thema par excellence. Ähnliches gilt auch für die Familie von Erika Rosenberg, einer deutschen Journalistin, die als Tochter jüdischer Eltern 1951 in Argentinien geboren wurde, nachdem diese 1936 über Paraguay nach Argentinien vor der Verfolgung in Deutschland geflohen waren. Rosenberg wollte das Schicksal zahlreicher Einwanderer nach Argentinien literarisch aufarbeiten, doch dann lernte sie 1990 Emilie Schindler, die Witwe des berühmten Oskar Schindler kennen. Berühmt Spielbergs "Schindlers Liste" Berühmt geworden ist vor allem Oskar Schindler, der mehr als 1200 Menschen vor dem Tod durch die nationalsozialistischen Verbrechen rettete. 1967 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, wurde Schindler vor allem durch die Verfilmung seines Wirkens durch Steven Spielbergs "Schindlers Liste" prominent. Dieser Film schlug hohe Wellen, machte er doch auf ein ungeliebtes Thema aufmerksam, indem er die Schrecken des faschistischen Deutschlands eindrücklich illustriert. Schindler verprasste zwischen 1927-1935 zunächst die Mitgift seiner Frau, bis er 1935 als Abwehrchef und Agent der Wehrmacht arbeitete. 1939 kam er nach Krakau und kaufte eine stillgelegte Fabrik, baute eine kriegswichtige Produktion auf und stellte polnische und jüdische Arbeiter ein, sodass er sie vor dem sicheren Tod im Konzentrationslager errettete. Soweit ist die Geschichte einem breiten Publikum bekannt, was nicht zuletzt Spielbergs Hollywood-Verfilmung zu verdanken ist. Dieser Blockbuster vergisst jedoch vollständig das Wirken von Schindlers Ehefrau, Emilie Schindler, die im Film lediglich als betrogene Ehefrau des "Lebemanns" Oskar vorgestellt wird. Vergessen wird vor allem, dass Emilie schon 1939 mit ihrem Mann nach Krakau kam und entscheidenden Anteil an der Gründung der Fabrik und der Rettung der Juden vor den Nationalsozialisten hatte. Sie war drei bis vier Mal wöchentlich in der Fabrik, sammelte Überlebensnotwendiges für ihre jüdischen Arbeiter und sorgte sich auch um ihre Angestellten in dieser hoffnungslosen Zeit, wenn sie sich beispielsweise entgegen ihrer religiös begründeten Frömmigkeit für eine Schwangere einsetzte, die ihre Schwangerschaft abbrechen konnte, da diese ihr sicheres Ende bedeutet hätte.Die Überlebenden sollten später bestätigen, dass das Ehepaar Schindler alles getan hätte, um ihre "Leute" zu retten und SIE ebenso großen Anteil an deren Rettung hatte wie ER. Zur Statistin degradiert Entsprechend desillusionierend muss die Spielberg-Interpretation wahrgenommen werden, denn dieser rückt lediglich Oskar Schindler in den Mittelpunkt. Frühere Filmideen, wie beispielsweise die von Fritz Lang oder einer Version, in der Romy Schneider als Darstellerin für Emilie Schindler vorgesehen war, hätten Emilie die verdiente Hauptrolle zugewiesen, wurden aber nie realisiert. Stattdessen wurde Emilie Schindler zur Statistin degradiert und von Spielberg 1993 nach dem Filmdreh als "gerettete Jüdin" mit ihrem "Ehemann" zur feierlichen Gala-Vorstellung des Films eingeladen. Für Spielberg waren die Geretteten die Helden, nicht aber die Schindlers selbst und offenbar am wenigsten die starke Frau neben Oskar, Emilie Schindler. Beiden ist die Rettung hunderter Leben aber gleichzeitig zu verdanken, sodass ihre "unbesungenen Heldentaten" im Gespräch mit Erika Rosenberg zumindest am Eifel-Gymnasium Neuerburg in einem zweistündigen Gesprächskreis der Leistungskurse Geschichte der Jahrgangsstufe 12 (Frau Marx) und 13 (Frau Dr. Becker) mit Frau Rosenberg entsprechend gewürdigt und herausgestellt wurden - "gegen das Vergessen"! (Text: Dr. Susanne Becker, Foto: Eifel-Gymnasium Neuerburg) Erika Rosenberg, die Biographin von Emilie und Oskar Schindler, hat zwei Leistungskurse Geschichte am Eifel-Gymnasium Neuerburg besucht und mit den Schülern über das Ehepaar gesprochen, das zur NS-Zeit mehr als 1200 Juden das Leben gerettet hat. …

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