Starker Start macht Prümer Trainer unheimlich stolz

Ski-Klub-Handballern fehlt allerdings Qualität in der Breite

Prüm. Jede Menge Selbstvertrauen konnten die Prümer Ski-Klub-Handballer bereits in den ersten vier Spielen der neuen Handball-Verbandsliga-Saison sammeln. Mit 7:1-Zählern geht die auf Platz zwei notierte Mannschaft von Trainer Siegfried Garbe in die Herbstpause – und fiebert jetzt schon der nächsten Partie am Samstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, in der Wandalberthalle gegen die HSG Tiefenstein (derzeit Vierter) entgegen.

 „Ich bin absolut stolz auf meine Mannschaft und absolut stolz, ihr Trainer sein zu dürfen.“ Fast schon ehrfürchtig verneigt sich der erfahrene Handball-Übungsleiter Garbe – einst Bundesliga-Co bei den Trierer Miezen – nach dem kecken Start in die neue Saison vor seinen Schützlingen. Zwar reichte es zuletzt am vergangenen Samstag beim 37:37 im Spitzenspiel gegen die HSG Saarburg/Konz nicht zu einem Sieg, begeistert war Garbe auch und gerade aber hier: „Der Gegner hat in der Kaderbreite wesentlich mehr Qualität, so konnten sich die HSG-Akteure immer wieder Verschnaufpausen gönnen. Wir sind da nicht so aufgestellt. In der zweiten Reihe haben wir Talente, denen derzeit Einsatzzeiten in der zweiten Mannschaft oder A-Jugend gut tun würden. Über diese Teams verfügen wir aber in Prüm momentan aber nun mal leider nicht.“ Einzig auf der Torwartposition sieht der Coach den SKP mit Michael Schmitz und Niklas Hoffmann gut und ausgeglichen besetzt. Bester Torschütze in der auf hohem Niveau stehenden Begegnung mit Konz/Saarburg war Jürgen Wingels (13 Treffer/davon vier Siebenmeter). Bei einigen  Schiedsrichterentscheidungen sahen sich die Prümer benachteiligt. „Unser Torwart musste vom Feld, weil er angeblich blutete. Das war aber gar nicht der Fall“, berichtet Garbe unter anderem.

Pokalspiel war die Wende

Den starken Start in die neue Spielzeit sieht er kurioserweise in einem mittleren Desaster Ende August begründet: Im Pokalspiel bei Landesligaaufsteiger DJK St. Matthias Trier wurde der SKP beim 33:40 zeitweise vorgeführt. Im Trainingslager kurz danach wussten Garbe und sein Team dann haargenau, wo sie den Hebel anzusetzen hatten. Gerade die Forderung des Trainers, schnellen, dynamischen Handball zu bieten, wird seitdem sehr gut umgesetzt. Auch in der Abwehr agieren die Abteistädter in dieser Saison konzentriert und konsequent. Den SKP sieht Garbe durchaus in der Lage, bis zum Ende oben mitzuspielen – wenn man von krankheits- oder verletzungsbedingten Ausfällen unter den Stammkräften verschont bleibt und „die MJC Trier nicht noch in den nächsten Wochen Verstärkungen erhält. Das kann dort zum Beispiel durch Studenten, die neu an der Uni sind, schnell passieren“.

Zuschauer loben attraktiven Handball

Als ersten Erfolg verbucht Garbe nicht nur die sieben Pluspunkte aus den ersten vier Partien, sondern auch dankbare Zuschauer: „Die Leute sagen mir, dass sie uns sehr gerne wieder zuschauen kommen und unsere Spielweise sehr attraktiv finden.“ Seiner zuletzt stark beanspruchten ersten Sieben gönnt der Coach in der ersten Woche der Herbstpause eine trainingsfreie Phase. Mit den  übrigen Akteuren fährt er aber Extraschichten mit den Schwerpunkten Beweglichkeit und Koordination – damit die Qualitätslücken Schritt für Schritt geringer werden.  AA

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