Der Wildpark in Schmidt hat eine Zukunft 

Axel Scheidtweiler übernimmt Betrieb der Eltern - Umbau und

Schmidt. Im Wildpark Schmidt tut sich was - nicht nur die Tiere sind in Frühlingslaune, auch der neue Pächter ist voller Unternehmungslust und Tatendrang. »Wir sind stolz, Ihnen mitteilen zu können, dass der Wildpark nun offiziell in die dritte Generation der Familie Scheidtweiler übergeht«, so ist es auf einem Flyer zu lesen, der dort verteilt wird.

Schmidt (ale). Axel Scheidtweiler hat sich entschlossen, in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters zu treten und den Schmidter Wildpark weiter zu führen. Jetzt wurde ein Vertragswerk mit der Stadt Nideggen unterzeichnet, das für beiden Seiten für die nächsten Jahre bindend sein wird.

»Ich habe mir bei meinem Vater viel abgeguckt, er führte den Park fast 30 Jahre«, sagt Axel Scheidtweiler, der weiß, was auf ihn zukommt: Viel Arbeit! Er hat sein Konzept im Stadtrat vorgestellt, wonach einige Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Durch Umgestaltung soll das beliebte Kleintiergehege gleich am Eingang verschönert und verbessert werden, dann können die Kinder hier einen Rundgang machen, den Tieren näherkommen und sie streicheln. Niemand kann achtlos vorbeigehen an den putzigen Zicklein, die in wilden Sprüngen über die Wiese jagen. Hier wird noch mehr Nachwuchs erwartet, darauf freuen sich die Besucher, besonders die kleinen.

Fortbestand

Weiter geht es zu den Kaninchen und Meerschweinchen, zu mehreren Hühnerrassen, Pfauen und Fasanen. Dann kann man das Muffelwild und seine Kinderstube erleben. Zwei Rotwildrudel treten zur Fütterungszeit aus der Dickung, stattliche Platzhirsche bekommen gerade wieder ihr neues Geweih. Sie haben für den Fortbestand gesorgt, das ist nicht zu übersehen, im Mai werden mehrere Hirschkälber erwartet.

Beim Schwarzwild ertönt lautes Grunzen, und das Damwild wird im Juni wieder Jungtiere präsentieren. An den Teichen im Tal herrscht reges Treiben, Gänse und Enten sind oft zu Gast; sie sind echte Wildtiere, haben die Flügel nicht gestutzt und kommen und gehen, wann sie wollen.

Heimisches Wild in natürlicher Umgebung zu beobachten, das möchte der Pächter den Besuchern ermöglichen. Die Voraussetzungen sind im 36,5 Hektar großen Gelände mit Mischwald und zwei Bachläufen gegeben, und die geplanten Maßnahmen sollen den Park einladender machen.

An neuen Ideen mangelt es Axel Scheidtweiler nicht, so hat er im letzten Herbst gemeinsam mit seinen Eltern ein »Brunftzeit-Event« organisiert, das direkt sehr guten Anklang fand. Röhrende Hirsche bei Vollmond – dafür interessierten sich viele Schmidter und Gäste.

Stärkung

Seine Eltern werden ihn mit ihrer Erfahrung, aber auch mit Tatkraft unterstützen. »Der Rundgang durch den Wildpark wird erst komplett mit hausgemachtem Kuchen in Lillis Café«, stellen viele Besucher fest.

»Wir werden Stück für Stück Reparaturen, Umbauten und Verbesserungen vornehmen«, sagt Axel Scheidtweiler, »wir wollen, dass der Besuch im Wildpark ein neues, interessantes Erlebnis wird, für die Schmidter, unsere Stammkunden, Gäste aus der Umgebung und Urlaubsgäste.«

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