Neubau für die kleinsten Schmidter

Bedarf an Kindergartenplätzen lange nicht gedeckt

Schmidt.  Von außen sind es funktionelle Container, von innen werden sie rasch mit Leben gefüllt. In Schmidt entstehen zwei neue Kindergartengruppen - so können erstmals nahe der »Rappelkiste« Kinder unter zwei Jahren betreut werden.

Ein Recht darauf zu haben ist das eine, ihn auch geltend zu machen das andere: So vielfach passiert bei der Bedarfsermittlung von Kindergartenplätzen in der Stadt Nideggen. Die Geburtenzahlen stiegen zwar in vielen Orten, doch einen Mehrbedarf an Kita-Plätzen gab es aus Sicht des Kreises Düren nicht. 2012 hatte die Stadt Nideggen ihre Kindergärten - auf Druck des »Sparkommissars« - an den Kreis abgegeben. »Erst als wir in einen engeren Diskurs eingestiegen sind, zeigte sich, dass der Betreuungswunsch vieler Eltern bislang oft abgelehnt wurde und diese sich dann privat eine Lösung suchten«, so Bürgermeister Marco Schmunkamp. Der Kita-Navigator war vielen Eltern zu kompliziert und ein zweiter Antrag, den man nach einem abgelehnten Kita-Platz stellen muss, schreckte viele Familien ab.

Damit ist jetzt Schluss: Ab Oktober können erstmals auch Kinder unter zwei Jahren in Schmidt fachmännisch betreut werden. Möglich machen es zwei Containermodule, die in nächster Nähe zur Kindertagesstätte »Rappelkiste« derzeit eingerichtet werden. 30 Kinder werden an der Ecke Im Wiesental/Bendchen in zwei Gruppen Platz finden - zehn Plätze sind Kindern im zweiten Lebensjahr vorbehalten, wie Stefanie Schneider, zuständige Fachbereichsleiterin beim Träger der Kita »Rappelkiste«, den Johannitern, bestätigt. Eine Stelle ist noch vakant, damit das Personal den dann 70 Kindern der Kita angepasst werden kann.

Spätestens zum Jahresende wird mit dem Anbau für die beiden Gruppen an den bestehenden Kindergarten im Wiesental begonnen. Denn die Container sollen für maximal drei Jahre eine Übergangslösung darstellen.

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