Zuwachs für Touristen-Hochburg

Herrenhaus in Simonskall wird Feriendomizil

Simonskall. 17 Häuser, fünf gastronomische Betriebe: Das sagt vieles aus über den kleinen Ort Simonskall. »Niemand macht für uns Werbung, also müssen wir es selbst tun«, so Manuela Baier.

Die rührige Unternehmerin hat vor rund fünf Jahren das Landhotel Kallbach in dem Kleinod übernommen. Es folgten umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen, die Anlage eines Adventure-Golfplatzes und der Umbau des eigenen Wohnhauses zu einer Luxus-Ferienwohnung. »Nun stand das alte Herrenhaus zum Verkauf, da mussten wir einfach zugreifen«, schwärmt Baier von ihrer neuesten Errungenschaft. Inmitten von Simonskall wird ein leicht verfallenes Gebäude auf Vordermann gebracht und vier Ferienwohnungen für insgesamt bis zu zwölf Gästen errichtet. Das hatte sie mal als Wohnhaus für ihre Auszubildenden angemietet, nun aber endgültig erworben.

»Wir ergänzen uns perfekt«, will Baier die positive Entwicklung des Ortes nicht nur für sich beanspruchen, sondern hebt auch den Stellenwert von Café Kern, Hotel Talschenke, Pension Sonneck oder Waldhotel-Restaurant Im Wiesengrund hervor. Auch die Wiederherstellung der alten Burg sieht sie als großen Gewinn für Simonskall. Ebenso den rührigen Förderverein der Marienkapelle, der das kleine, schmucke Gotteshaus in Schuss hält.

»Die neuen Ferienwohnungen werden nicht direkt ans Hotel angeschlossen, sodass die Gäste dort Selbstversorger sind«. So spreche man ein breiteres Publikum an, das zwischen den Gastronomen und eigener Küche wählen können.

Bis Anfang 2020 soll das neue Domizil für Kurzbesucher fertig sein - ungefähr zur gleichen Zeit auch die Burg wieder bewohnbar sein. Schließlich sind Buchungen für ein verlängertes Wochenende oder ein paar Tage nicht nur möglich, sondern auch gewünscht.

Manuela Baier spart aber auch nicht mit Kritik: »Wer in der Gastronomie tätig ist, macht dies mit Herzblut. Anonyme Kommentare in Bewertungsforen finde ich daher unpassend.« Dann solle man Kritik direkt vor Ort äußern und den Servicekräften durch ein kleines Trinkgeld ein wenig Wertschätzung entgegen bringen.

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