Covid-19: Dringende Handlungsempfehlung für den Kreis

Landrat Rosenke: "Die Lage ist ernst"

Kreis Euskirchen. Der Krisenstab des Kreises Euskirchen hat eine „dringende Handlungsempfehlung“ zur Maskenpflicht und privaten Feiern veröffentlicht. Überall dort, wo die Menschen im öffentlichen Raum zusammenkommen und die AHA-Regeln nicht eingehalten werden können, sollte eine Maske getragen werden. Dies gilt zum Beispiel auf Wochenmärkten oder im Gedränge der Fußgängerzone. Zudem sollten Bürger grundsätzlich genau abwägen, ob eine private Feier in der aktuellen Lage überhaupt vertretbar sei. Wenn ja, dann sollten sich ab sofort nur 25 Menschen im öffentlichen Raum und 15 im privaten Raum treffen, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

Der Trend der letzten Tage ist eindeutig: Die Zahl der Corona-Infizierten steigt landes- und bundesweit deutlich an. Auch wenn die Zahlen des Kreises Euskirchen im Vergleich zu den umliegenden Regionen noch moderat sind, so besteht für den Krisenstab des Kreises Euskirchen doch kein Zweifel: „Wir müssen damit rechnen, dass auch wir in wenigen Tagen die erste Eingreifschwelle von 35 erreichen“, sagt Landrat Günter Rosenke, Vorsitzender des Krisenstabes. Deshalb hat der Krisenstab beschlossen, schon jetzt eine dringende Empfehlung an die Bürger auszusprechen. „Die Lage ist ernst. Wir müssen vor der Lage sein und dürfen nicht warten, bis wir von den Ereignissen überrollt werden“, so Rosenke. Daher empfiehlt der Krisenstab schon jetzt folgende Maßnahmen zu beachten, die für einen Inzidenzwert von 35 ohnehin verpflichtend sind.

Maskenpflicht: Überall dort, wo die Menschen im öffentlichen Raum zusammenkommen und die AHA-Regeln nicht eingehalten werden können, sollte eine Maske getragen werden. Dies gilt zum Beispiel auf Wochenmärkten oder im Gedränge der Fußgängerzone.

Private Feiern: Grundsätzlich sollten die Bürgerinnen und Bürger genau abwägen, ob eine private Feier in der aktuellen Lage überhaupt vertretbar ist. Wenn ja, dann sollten sich ab sofort nur 25 Menschen im öffentlichen Raum und 15 im privaten Raum treffen.

Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten

Ergänzend wird auch Unternehmen dringend empfohlen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten zu lassen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die aus Risikogebieten wie zum Beispiel Köln, Bonn oder aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz zu ihrem Arbeitsplatz in den Kreis Euskirchen pendeln.

Corona-Team wird aufgestockt

Die Kreisverwaltung Euskirchen ist dabei, das „Corona-Team“ personell aufzustocken. Das Kernteam umfasst aktuell zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und kann kurzfristig durch eigene Kräfte sowie durch Verstärkung aus den Kommunen aufgestockt werden. „Durch eine konsequente Nachverfolgung werden wir versuchen, weiterhin die Infektionsketten zu ermitteln und zu durchbrechen“, betont Landrat Rosenke. Die personelle Umschichtung innerhalb der Kreisverwaltung kann je nach Lage dazu führen, dass bestimmte Dienstleistungen nicht in der gewohnten Art und Weise von den Mitarbeitenden erledigt werden können. Dafür bittet Landrat Rosenke um Verständnis.

Ebenso wie Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in der gestrigen Videokonferenz appelliert auch der Krisenstab an die zuständigen Ordnungsämter der Kommunen, die Einhaltung der Maßnahmen der Coronaschutzverordnung auch weiterhin intensiv zu kontrollieren. „Die Ordnungsämter sind hier ganz besonders gefordert – auch wenn mir klar ist, dass dies eine enorme zusätzliche Belastung ist“, so Rosenke.

Sein Appell: „Im Frühjahr und Sommer ist es uns hier im Kreis Euskirchen durch die konsequente Einhaltung der AHA-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmasken tragen – gelungen, die Zahl der Corona-Infektionen sehr niedrig zu halten. Nur wenn wir jetzt ebenso diszipliniert weitermachen, können schärfere Maßnahmen bis hin zu einem Lockdown vermieden werden.“

Hier sind die Zahlen von Freitag, 16. Oktober.

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