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Eine Stadt mit noch viel Potenzial

Bad Münstereifel. Die Stadt Bad Münstereifel hat sich viel vorgenommen für die nächsten Jahre. Helfen soll dabei das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK).

Kürzlich fand die dritte Runde Bürgerbeteiligung in der Konviktkapelle statt, während der der aktuelle Stand des Konzepts vorgestellt wurde und die Bürger wieder Gelegenheit bekamen, ihre Ideen und Anregungen anzubringen. Denn, wie Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, betonte, »es nicht mein Konzept, sondern Ihres«. Viel Bürgerengagement sei schon eingeflossen, freute sie sich.

»Bad Münstereifel 2030: Wandel selbstbewusst gestalten, Qualitäten stärken. Naturnah. Authentisch.Lebendig.« Das Konzept ist jedoch nicht nur auf das Stadtgebiet begrenzt auch die Außenorte sollen davon profitieren. Mobilität ist dabei ein großer Punkt aber auch die ortsnahe Grundversorgung. Für die Kernstadt wurde inzwischen ein Förderantrag zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm »Städtebaulicher Denkmalschutz« mit einem 20 Punkte umfassenden Maßnahmenkonzept gestellt, für die Fördergelder generiert werden sollen. Damit möglichst schnell für die Bürger sichtbar werde, dass etwas passiere in der Stadt, erklärte Preiser-Marian. Dazu zählt auch der Entwicklungsbereich »Stadtpark« vom Orchheimer Tor über die Wallanlagen und das Kurparkwäldchen bis zum Werther Tor, für das Landschaftsarchitekt Peter Smeets ein erstes Konzept erstellt hat. Dies sei aber nicht endgültig, betonte er und forderte die Bürger ausdrücklich auf, ihre Wünsche zu äußern. »Wir nehmen gerne Ihre Bestellungen entgegen«.

Ziel: Eine attraktive Stadt für alle Bürger

Eine rege Diskussion entstand unter den Anwesenden. Die Kernstadt als attraktiven Wohnort wünschte sich beispielsweise eine Bürgerin, ein besseres gastronomisches Angebot am Abend forderten andere. Einige bemängelten, dass es viele Dinge schon gegeben hätte, doch seien sie mit den Jahren verfallen und nicht mehr gepflegt worden.

Viel Gelegenheit hatten die Bürger, in den Austausch nicht nur mit der Bürgermeisterin und den Städteplanern zu kommen sondern auch mit weiteren Verwaltungsmitarbeitern. Die bisherigen Ergebnisse des ISEK waren ausgehängt worden und die Bewohner konnten zu einzelnen Projekten ihre Anregungen einbringen.

Allen Bewohnern eine Stadt zu bieten, die eine hohe Lebensqualität aufweist, wo man sich gerne aufhält, es ausreichend Einkaufsmöglichkeiten gibt und attraktive Kultur- und Freizeitmöglichkeiten angeboten werden, ist das Ziel des ISEK für Bad Münstereifel. »Wir haben wenig finanzielle Mittel zur Verfügung, wir brauchen die Fördermittel«, betonte die Bürgermeisterin. Das Konzept sei jedoch nicht in Stein gemeißelt und Preiser-Marian rief am Ende der Veranstaltung die Bürger auf, sich weiterhin zu beteiligen.

Sinn und Zweck des ISEK

Integrierte Stadtentwicklungsprozesse sind ein strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument für zukunftsgerichtetes kommunales Entscheiden und Handeln und Grundvoraussetzung für die Aufnahme in die Teilprogramme der Städtebauförderung.

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Kommentar von Hans Peter Salentin
Tja , wenn 40/50 meist ältere Bürger an der letzten Veranstaltung teilnahmen, dann läuft in Sachen Bürgerbeteiligung alles wie sonst auch . Da sollten die Verantwortlichen sich eigentlich fragen, warum das so ist und die Bürger sich nicht für Städtische Vorschläge interessieren. Könnte es sein, das die Konzepte an den Leuten vorbeigehen ? Oder gar , das die Konzepte aus völlig anderen Ecken kommen , als von den Bürgern ? Das Stadtentwicklungskonzept beinhaltet weder Kultur noch werden die Sportstätten integriert. Und um nur noch einen Punkt zu nennen : ein 4 Sternehotel löst das Gastronomische und oft Übernachtungsproblem ? . Es stehen mehrere Hotels zum Kauf : Golfhotel- Tannenhof ect ect ... seit Jahren. Nun, das vorgestellte Konzept löst gar nichts und ist hausbacken und das hat es schon gegeben. Das der Wochenspiegel so unkritisch schreibt verwundert hier niemand. Es ist ein Anzeigenblatt. Nachtrag : sogar die ausführenden Marketing Unternehmen bitten die Bürger um Vorschläge. Eins kann ich sagen . Bei der ersten Veranstaltung, die wie eine bessere Schulveranstaltung organisiert war, kamen Vorschläge bis zum Abwinken. Bei der 2ten Veranstaltung war das Interesse der Bürger schon deutlich geringer. Das kann auch am leitenden Personal der Arbeitsgruppen liegen. Jetzt bei der letzen Veranstaltung haben sich nur noch ein sehr kleiner Teil ( 40-50 Personen )für die Ausführungen interessiert. Desweiteren widerspreche ich der Aussage der Bürgermeisterin. Die Kernstadt ist kein lohnenswerter Wohnort für Familien mehr. Da gäbe es Nachholbedarf bis zum Abwinken. Aber auch das wird nicht angesprochen. Viel Spaß weiterhin bei dieser Magellei.