Bürgermeistersessel wird frei

Rolf Hartmann tritt 2020 nicht mehr in Blankenheim an

Blankenheim. »Jetzt ist es raus«, murmelte Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann leise vor sich hin. Es klang einerseits erleichtert, andererseits schwang Wehmut in der Stimme mit.

»Ich habe mich entschieden, bei der kommenden Bürgermeisterwahl 2020 nicht mehr anzutreten.« Mit diesen Worten hatte Rolf Hartmann zunächst seine Mitarbeiter - »ein gut funktionierendes Team, das fachlich und charakterlich gut aufgestellt ist« - und anschließend die Öffentlichkeit sehr frühzeitig über seinen Verzicht auf eine mögliche vierte Amtszeit informiert.

Frühzeitig Klarheit geschaffen

»Das habe ich mit meiner Familie zusammen beschlossen«, so Rolf Hartmann. Man habe frühzeitig für Klarheit sorgen wollen, aus Verantwortung gegenüber der Gemeinde und dem Team. So falle es wahrscheinlich leichter, geeignete Bewerber für das Amt zu finden. »Das weiß ich gar nicht so genau«, räumte Hartmann lachend auf die Frage ein, wann denn sein letzter Arbeitstag sein werde. Es werde wohl so Mitte Oktober 2020 sein. Aber das sei auch gar nicht so entscheidend.

Keine "lahme Ente"

»In dem Jahr haben wir noch alle verdammt viel zu tun«, glaubt Hartmann nicht daran, eine »Lame Duck« (lahme Ente) zu werden. Das Team im Rathaus und im Gemeinderat besitze dafür einen viel zu starken Charakter. »Wir arbeiten schließlich alle für das Wohl der Gemeinde.« Und die Menschen in der Gemeinde Blankenheim hat Rolf Hartmann lieb gewonnen. »Es sind sehr kluge Menschen, die ein Gefühl für die Situation haben«, bedankt er sich für den teils kritischen, aber immer respektvollen Umgang mit ihm. Was der 54-Jährige nach seiner Zeit als Bürgermeister machen wird, weiß er nicht - oder wollte es noch nicht verraten (?): »Ich bin für vieles offen.« Alles, was zu Ende gehe, könne schließlich auch Anfang sein ...

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