Corona-Fälle im Miele-Werk - 200 Personen unter Quarantäne

Ergebnisse der Reihentestung werden heute erwartet

Euskirchen. Trotz umfassender Schutzmaßnahmen ist es im Miele-Werk Euskirchen zu Infektionen mit SARS-CoV-2 gekommen. Das hat das Unternehmen in einer Pressemitteilung bestätigt. Bei sechs von zunächst acht positiv getesteten Fällen sei zudem die als besonders ansteckend geltende britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Am vergangenen Dienstag, 23. Februar, sei daraufhin bei allen rund 500 Beschäftigten des Werkes eine Reihentestung durchgeführt worden. Die Resultate sind für den heutigen Donnerstag, 25. Februar, angekündigt.

Wegen des erhöhten Infektionsrisikos durch die britische Virusmutation hat das Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen per sogenannter Allgemeinverfügung vom 23. Februar etwa 200 Beschäftigte aus dem Bereich der Fertigung unter häusliche Quarantäne gestellt. Daraufhin hat die Werkleitung noch am selben Abend im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt die Nachtschicht abgesagt.

14 Fälle bestätigt

Seither ruht im Miele-Werk Euskirchen die Fertigung. Nach ersten Auswertungen stehe nach Angaben des Unternemens fest, dass es zu weiteren bestätigten Fällen gekommen ist. Hiernach sind, Stand 24. Februar, 17 Uhr, weitere sechs Beschäftigte positiv getestet, woraus sich eine Gesamtzahl von 14 Fällen ergibt. „Miele hat an allen Standorten sehr frühzeitig und konsequent die erforderlichen Konzepte zum Schutz der Belegschaften und Dritter vor Ansteckung entwickelt und umgesetzt, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend und darüber hinaus“, sagt Dr. Stefan Breit, Technik-Geschäftsführer der Miele Gruppe.

Gesicherte Erkenntnisse darüber, auf welchem Weg und über welche Stationen das Virus ins Werk Euskirchen gekommen ist, liegen nicht vor, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Die Ausbreitung beschränke sich weiterhin auf die Fertigung, während bislang kein Beschäftigter aus anderen Bereichen des 110.000 Quadratmeter großen Werkgeländes positiv getestet worden sei.

Unternehmen steht in engem Kontakt zum Gesundheitsamt

Wie es bei Miele in Euskirchen in den kommenden Tagen weitergeht, hängt von den weiteren Testergebnissen ab sowie von der dann anstehenden behördlichen Neubewertung der Lage. „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt und stimmen die weiteren Schritte sorgfältig ab“, erklärt Werkleiter Hendrik Krämer. „Vor allem aber hoffen wir, dass sich die erkrankten Kolleginnen und Kollegen möglichst bald wieder erholen.“

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