Ermittlungen nach Familientragödie aufgenommen

41-jährige steht im Verdacht ihren Sohn (4) getötet zu haben

Euskirchen. Am Sonntag, 6. Juni wurde die Polizei Euskirchen um 15.25 Uhr zu einer Wohnung im Landkreis Euskirchen gerufen. Ein Familienangehöriger, der nach einer 41-Jährigen und deren vierjährigen Sohn schauen wollte, fand die beiden Personen leblos in deren Wohnung auf. Ein sofort alarmierter Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod des Jungen feststellen. Die 41-Jährige, die sich seit mehreren Monaten in psychiatrischer Behandlung befindet, wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der Gesamtumstände nahm eine Mordkommission der Bonner Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Winterscheidt in enger Abstimmung mit Staatsanwalt Florian Geßler die Ermittlungen am Tatort auf. Nach ersten Erkenntnissen soll die Frau zunächst ihren Sohn getötet haben. Anschließend fügte sie sich, so der bisherige Ermittlungsstand, vermutlich in suizidaler Absicht selbst die lebensgefährlichen Verletzungen zu. Zu den Beweggründen und Hintergründen des Geschehens dauern die Ermittlungen noch an. Die Beschuldigte befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung.

Der Zeuge und weitere Angehörige wurden von Notfallseelsorgern betreut.

Hinweis der Redaktion:

Der WochenSpiegel berichtet nur in Ausnahmefällen über Suizide und Suizidversuche, um keinen Anreiz für Nachahmung zu schaffen. Wenn Sie selbst depressiv sind, wenn Sie Suizid-Gedanken plagen, dann kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge im Internet oder über die kostenlosen Hotlines 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 oder 116 123. Die Deutsche Depressionshilfe ist in der Woche tagsüber unter 0800 / 33 44 533 zu erreichen.

 

 

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