Unterschriften sollen Pläne der Stadt stoppen

Kuchenheim. Andreas Schmidt und zehn weitere Bürger haben in Kuchenheim eine Interessengemeinschaft gegründet. Ihr Ziel: Die Pläne für die Sanierungsmaßnahmen um die Kirche herum stoppen. Bei einer Versammlung informierten die Mitglieder über den Stand der Dinge und sammelten fleißig Unterschriften.

Das Pfarrheim platzte aus allen Nähten. Rund 130 Kuchenheimer kamen, um sich über die Pläne der Stadt und die Bemühungen der Interessengemeinschaft zu informieren und vor allem auch zu diskutieren. Denn als Oliver Knaup, der Technische Beigeordnete der Stadt Euskirchen am Ort des Geschehens auftauchte, war ein Streitgespräch vorprogrammiert - aus folgenden Gründen: Die Stadt Euskirchen möchte 840.000 Euro, die ihnen von der Bezirksregierung für die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) zur Verfügung gestellt wurden, in ein neues Pflaster im Kirchenumfeld und die Aufhübschung der Nikolaus- und Schallenbergstraße investieren. »Die Voraussetzung für alle Maßnahmen im Rahmen des IHK war der Bau der Ortsumgehung«, ärgert sich Fritzi Wartell von der Interessengemeinschaft. Diese lässt allerdings auf sich warten. Auch eine Freitreppe soll erbaut und Beete und Bäume sollen teils entfernt werden.

Schlag ins Gesicht 

Dabei lautete einer der Wünsch, die 2015 von Bürgern in einer Bürgerwerkstatt geäußert wurden: Mehr Grunflächen und somit mehr Aufenthaltsqualität. Knaup: »Um das Kirchenumfeld schön zu gestalten, müssen die Pläne umgesetzt werden«.

Die IG wirft der Stadt zudem vor, die Kuchenheimer in der Zeit zwischen der Bürgerwerkstatt und der Vorstellung der Pläne im Frühajhr außen vor gelassen zu haben. »Jetzt wirft man wiederum uns vor, erst um 5 vor 12 zu handeln«, fühlt sich auch IG-Mitglied Britta Meiborg angegriffen. »Wir wollen nicht als Blockierer darstehen sondern vielmehr kommunizieren Der Vorwurf sei ein Schlag ins Gesicht für alle Kuchenheimer, die sich versucht haben zu engagieren«, findet auch Lars Kaboth.

Unterschriftenliste 

Die Umsetzung des Handlungskonzeptes laufe ihrer Meinung nach aus dem Ruder. Und dieser scheinen auch andere Kuchenheimer zu sein, die sich mit ihrer Unterschrift für den Stopp der Pläne aussprachen. Oliver Knaup machte der IG allerdings wenig Hoffnung, die Umgestaltungsmaßnahmen stoppen zu können: »Mit der Annahme der Fördergelder für das IHK haben wir einen Auftrag erhalten. Wir können das Projekt nicht einfach anhalten«. Dennoch lässt die IG nichts unversucht: »Am kommenden Donnerstag um 10 Uhr werden wir der Stadtverwaltung die in der Woche nach unserer Versammlung gesammelten Unterschriften übergeben«, so Andreas Schmidt.

 

 

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