Narzissenwiesen können besucht werden

Lotsen sind in Hellenthal und Monschau im Einsatz

Hellenthal. Noch befinden sich die wilden Narzissen nicht in voller Blüte. »Dazu«, verrät Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg, »war es bislang einfach zu kalt.« Sicher ist: Sie werden blühen - millionenfach. Damit die Menschen dieses Naturschauspiel genießen können, haben sich die Gemeinde Hellenthal, die Stadt Monschau und die belgische Gemeinde Büllingen auf eine gemeinsame Strategie verständigt.

Im vergangenen Jahr hatte man die Narzsissenwiesen aufgrund der Corona-Pandemieund des Verhaltens einger Besucher gesperrt. An der Corona-Lage hat sich in der Zwischenzeit relativ wenig geändert, weshalb sich die Verantwortlichen in den drei Kommunen Hellenthal, Monschau und Büllingen auch darauf verständigt haben, in diesem Jahr keine geführten Wanderungen zu den Narzissenwiesen anzubieten.

Appell an die Vernunft

Allerdings wollen der Hellenthaler Bürgermeister Rudolf Westerburg, sein belgischer Amtskollege Friedhelm Wirtz und der Allgemeine Vertreter der Stadt Monschau, Franz-Karl Boden, die Narzissenwiesen nach aktuellem Stand aber für die Menschen zugänglich lassen. Gemeinsam appellierten sie an die die Vernunft der Besucher der Narzissenwiesen, sich an die Regeln zu halten und den freien Zugang nicht zu gefährden. Denn eines sei sicher: Sollte sich die Situation vor Ort nicht mehr regeln lassen, behalte man sich vor, die Parkplätze und die Zuwege zu den Narzissenwiesen zu sperren.

Lotsen im Einsatz

Im Hellenthaler und Monschauer Narzissengebiet werden zusätzlich Lotsen zum Einsatz kommen, die auf der einen Seite das Geschehen überwachen und auf die Einhaltung der Regeln hinweisen sollen. Auf der anderen Seite werden sie aber auch Fragen zu den Narzissenwiesen beantworten. Keine Lotsen kommen auf belgischer Seite zum Einsatz. »Der Strom der Besucher«, so Friedhelm Wirtz, »kommt eher von der deutschen Seite.« Daher sei die Zahl der Wanderer im Vergleich auch nicht so hoch. Sollte es dennoch zu einem erhöhten Andrang kommen, werde man schnell Zufahrtswege und Parkplätze sperren. Zudem überwache die Polizei die Beachtung der Coronaregeln.

14 Parkplätze im Monschauer Gebiet

Auf der Hellenthaler Seite wird sich das Geschehen auf die gebührenpflichtigen Wanderparkplätze »Hollerather Knie«, »Hohes Kreuz« und »Ortsmitte« konzentrieren. Wesentlich schwieriger sieht da die Lage im Monschauer Stadtgebiet aus. Franz-Karl Boden: »Mit Perlenbachtal und Furtbachtal sind die Vorkommen der Narzissen in unserem Stadtgebiet sehr vielgestaltig.« Es gebe alleine 14 Parkplätze, die man ansteuern könne, die Lage sei also etwas unübersichtlicher als in den Nachbarkommunen.

Die Regeln

Und das sind die Regeln, an die sich die Besucher halten sollten:

  • Keine Feld- und Waldwege sowie Hofeinfahren zuparken
  • Man sollte den Anweisungen des Ordnungsamtes und der Polizei vor Ort folgen.
  • Besucher sollten auf den Wegen bleiben und nicht die Wiesen und Wälder betreten.
  • Keinen Abfall in der Natur zurücklassen. Die geltenden Corona-Regeln sind zu beachten.
  • Und noch einen Tipp hielt man bereit: Grundsätzlich empfiehlt sich nämlich der Besuch der Narzissenwiesen unter der Woche. Dann ist halt weniger los und man hat mehr Ruhe ...

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