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Schiedsrichter Marc Jäger pfeift Regionalliga

Alemannia Aachen oder Rot-Weiß Esse stehen auf Reiserout

Hellenthal. Vor vier Jahren war Marc Jäger aus Hellenthal noch der »Junge mit Pfiff«. So jedenfalls lautete damals die Schlagzeile im Schleidener WochenSpiegel. Heute ist der junge Mann 21 Jahre alt und als Schiedsrichter in der höchste Amateurklasse angekommen.

Alemannia Aachen, Rot-Weiß Essen, Viktoria Köln, SG Wattenscheid, Wuppertaler SV oder Rot-Weiß Oberhausen - die Liste der Mannschaften, die sich in der Regionalliga West tummeln, lässt Fußball-Nostalgiker ins Schwärmen kommen. Marc Jäger aus Hellenthal ist dort in der anstehenden Saison mittendrin und wird als Schiedsrichter die Spiele leiten.

Einsätze als Schiedsrichter

»Ich freue mich auf meine Einsätze. In dieser Spielklasse sind die Spieler und Spielzüge noch schneller, als ich es bisher in der Mittelrheinliga gewohnt bin«, sagt Marc Jäger. Das Drumherum bei den Spielen werde noch professioneller, schließlich seien dort viele namhafte Traditionsclubs am Start. Entsprechend groß sei dann auch das Zuschauerinteresse. Der junge Mann, der mit 17 mit Ausnahmegenehmigung die Kreisliga A pfeifen durfte und 2014 zum Gesicht einer Werbekampagne wurde, mit der Nachwuchs für das Schiedsrichteramt gesucht wurde, hat einen rasanten Aufstieg hinter sich.

Höchste Amateurlia

Mit gerade einmal 21 Jahren schaffte er den Sprung in die höchste Amateurliga. Danach kommt nur noch der Profifußball. Und lockt Marc Jäger nun die Bundesliga? Der Mann, der für die Sportgemeinschaft 92 pfeift, schmunzelt: »Mit der Regionalliga habe ich mein großes Ziel erreicht. Alles andere lasse ich auf mich zukommen und mache mir keine großen Gedanken.« Natürlich fällt einem ein solcher Aufstieg nicht in den Schoss. Sicherlich brauche man auch ein Quäntchen Glück, um es soweit zu schaffen. »Man muss aber auch an sich glauben, Lernbereitschaft zeigen und viel Freizeit opfern«, sagt Marc Jäger.

Gewissenhafte Vorbereitung

Will heißen: Der Hellenthaler hält sich durch permanentes Training nicht nur körperlich fit, er bereitet sich auch gewissenhaft auf jedes Spiel vor, studiert die Mannschaften und ihre Tabellensituation. Hilfreich bei dieser Vorbereitung sind ihm dabei auch die Videos, die sein Vater während der Spiele aufnimmt. Schiedsrichter wurde Marc Jäger übrigens eher zufällig. Bei einem Turnier von Schulmannschaften schied sein Team früh aus. Und als in einem anderen Spiel ein Schiedsrichter ausfiel, drückte man ihm die Pfeife in die Hand - und da ist sie dann auch geblieben.

Nachwuchs-Schiedsrichter

Beim letzten Interview vor vier Jahren besuchte Marc Jäger noch das Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden. Mittlerweile hat der längst das Abitur in der Tasche und bei Schoeller in Hellenthal ein Duales Studium begonnen. Das will er in diesem Jahr erfolgreich als Industriemanager abschließen. Übrigens: Der Kampagne, für die Marc Jäger im Video warb, ist er treu geblieben. Er betreut im Kreis Euskirchen nämlich auch die Nachwuchsschiedsrichter ...

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