»Hellenthaler Prangermarsch«

Blumenthal. Zum Gedenken an die Geschehnisse in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 findet seit vielen Jahren im Schleidener Tal an jährlich wechselnden Orten der »Weg der Erinnerung« statt.Blumenthal. In diesem Jahre treffen sich die Teilnehmer am Montag, 9. November, um 18.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Brigida in Blumenthal. Der gemeinsame Gedenkgang, bei dem besonders an den »Hellenthaler Prangermarsch« erinnert werden soll, führt vorbei an mehreren Stationen zur evangelischen Kirche in Hellenthal-Kirschseiffen.Nach einer kurzen, ökumenischen Schlussandacht, besteht Gelegenheit zu Gesprächen bei wärmenden Getränken im evangelischen Gemeindehaus. Der »Hellenthaler Prangermarsch« erinnert an Vorgänge in Blumenthal. Dort brandschatzten die Nazis, angeführt vom SS-Bürgermeister Fischer, die Synagoge. Die Feuerwehr sorgte dabei für den Schutz der angrenzenden Gebäude.Damit nicht genug: Am Morgen verhafteten Fischer und Konsorten zahlreiche jüdische Männer, ließen sie vor dem »Braunen Haus« in Hellenthal fotografieren und trieben sie anschließend unter wüsten Beschimpfungen und Schlägen durch den Ort nach Blumenthal. Sie sorgten damit für ein Kapitel, dass sich aus der Geschichte der Gemeinde nicht mehr löschen lässt.Der »Hellenthaler Prangermarsch« wurde in den 50er Jahren in mehreren Instanzen bis zum Bundesgerichtshof verhandelt. Die Beteiligten kamen schließlich meist ungeschoren davon. Nur der Haupttäter und Rädelsführer Fischer verbüßte eine kurze Freiheitsstrafe.Zum Gedenken an die Geschehnisse in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 findet seit vielen Jahren im Schleidener Tal an jährlich wechselnden Orten der »Weg der Erinnerung« statt.Blumenthal. In diesem Jahre treffen sich die…

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