Wohnzimmer werden zur Bühne

Musiker-Duo will krebskranken Kindern helfen

Kall. »Das waren bis jetzt ganz wundervolle Konzerte mit einer ganz eigenen Stimmung«, so der Musiker Wilhelm Geschwind aus Kall zu den drei »Wohnzimmer-Konzerten«, die er mit Susanne Riemer schon gespielt hat.

»Ein Herz für Ohren« heißt das Programm, dass Susanne Riemer und Wilhelm Geschwind bei diesen intimen Konzerten vor kleiner Zuhörerschaft spielen. Das Prinzip dieser Auftritte ist relativ einfach: Wer ein passendes Wohnzimmer besitzt, es für das Konzert bereitstellen will und auch die Gäste einlädt, der kann sich bei dem Duo melden.

Hoffnung auf großzügige Spenden

»Die Gastgeber sorgen für den Rahmen, wir für den Inhalt«, bringt es Wilhelm Geschwind auf den Punkt. Der Clou an der Sache: Die beiden Profi-Musiker spielen ohne Gage, hoffen lediglich auf Spenden, die großzügig sein dürfen. Denn mit dieser Konzertreihe - rund 20 Wohnzimmer-Konzerte soll es geben - möchte man die Arbeit der Hilfsgruppe Eifel, die seit Jahren tumor- und leukämieerkrankten Kindern helfend zur Seite steht, unterstützen.

Ein Bedürfnis

»Mir war es schon lange ein Bedürfnis, die Hilfsgruppe Eifel in ihrer Arbeit in irgendeiner Form zu unterstützen«, kam Wilhelm Geschwind letztendlich auf die Idee mit den ungewöhnlichen Konzerten. Und er hofft, dem Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, am 9. November im Saal Gier in Kall »einen großen Spendenscheck überreichen zu können.« An diesem Abend spielt das Duo dort nämlich ebenfalls sein Programm »Ein Herz für Ohren«. Großen Dank richtet Wilhelm Geschwind an seine Musikerkollegin Susanne Riemer, die »ihre Zeit am Wochenende opfert, um bei diesen Konzerten dabei zu sein.«

Profi-Musiker

Wer dem Duo im heimischen Wohnzimmer eine Bühne bietet, der hat zwei absolute Profi-Musiker zu Gast. Susanne Riemer ist Jazz-Trompeterin, Sängerin und Komponistin. Sie war unter anderem in der Helmut-Zerlett-Band aktiv und musikalische Leiterin bei der Kabarettreihe »Missfits und Verwandtschaft« im WDR-Fernsehen. Sie spielt Trompete, Flügelhorn, Euphonium und - als erste Jazzmusikerin überhaupt - das »Corno da caccia«, der Nachbau eines alten barocken Instrumentes, das an ein Jagdhorn erinnert.

Eine ganz spezielle Gitarre wird gespielt

Auch Wilhelm Geschwind kann mit ungewöhnlichen Instrumenten aufwarten. Er spielt eine spezielle Gitarre, die Bass und Gitarre in einem Instrument vereint. Der gefragte Musiker spielte in seiner langen Laufbahn unter anderem mit Größen wie Gloria Gaynor, Jennifer Rush oder bestritt unzählige Konzerte mit der Kelly Family. n Noch gibt es einige freie Termine für ein Wohnzimmer-Konzert.

Kontakt und Info

Wer seine gute Stube zur Verfügung stellen möchte und auch für möglichst spendenwilliges Publikum sorgt, der kann sich melden.

Alle Einnahmen kommen der Hilfsgruppe Eifel zugute.

Kontakt unter Email: wilhelm.geschwind@gmx.net

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