Das Künstlerlexikon Maler der Eifel

Ein großer Moment für Dieter Schröder - 50 Jahre geforscht

Mechernich. Für Dieter Schröder muss es ein großer Moment gewesen sein. Nach 50-jähriger Forschungstätigkeit konnte er jetzt das »Künstlerlexikon Maler der Eifel« präsentieren.

Ein Werk, das es buchstäblich in sich hat. Auf 600 Seiten sind die Lebensläufe von mehr als 2.500 verstorbenen Malern aus den vergangenen 500 Jahren nachgezeichnet, erforscht und teilweise sogar korrigiert worden. Wie akribisch Dieter Schröder dabei vorgegangen ist, wird am Beispiel des Malers Maximilian Klein von Diepold deutlich. In den bisherigen Biografien fehlten bislang das Sterbedatum, als Sterbeort war Dorndorf in der Eifel angeben - ein Ort, den es in der Region gar nicht gibt.

Jahrelang geforscht

»Nach jahrelangen Forschungen«, so Schröder, »ist es mir gelungen, die Sterbeurkunde aus der Gemeinde Frickhofen zu finden. Er ist als Ferdinand Maximilian Klein am 2. Oktober 1949 in Dorndorf im Westerwald verstorben.« Solche Fleißarbeit hat Dieter Schröder oft und viel geleistet.

»Mit diesem Lexikon werden zum ersten Mal in umfassender Form nicht nur die Lebensläufe von bekannten und meist gut dokumentierten Eifelmalern präsentiert, sondern auch die von wenig bis kaum bekannten, in Vergessenheit geratenen oder bisher gänzlich unbekannten Malern von Eifelmotiven ins Licht der Öffentlichkeit gerückt«, so Prof. Dr. Michael Grade. Er ist 1. Vorsitzender des Vereins Forschungsgruppe Eifelmaler. Diese Gruppe unterstützt Dieter Schröder seit 2016 in der Forschungsarbeit.

Mit Dürer fängt es an

Die erforschten Maler kamen überwiegend aus der Eifel, allerdings weist das Lexikon auch Maler aus 27 Ländern der Erde aus, welche die Eifel auf Leinwand bannten. Die Zeitspanne umfasst dabei rund 500 Jahre. Der älteste verzeichnete Künstler ist Albrecht Dürer. Er war 1520 auf dem Weg von Nürnberg nach Aachen zum Kaiser, um seine jährliche Leibrente abzuholen. Unterwegs stoppte er in Andernach und fertigte dort eine Silberstiftzeichnung mit dem eifelseitigen Krahnenberg bei Andernach. Zu der illustren Gruppe weltbekannter Künstler, die Eifelmotive in ihrem Werk haben, zählen auch Victor Hugo, Johann Wolfgang Goethe, Wilhelm Busch, Max Ernst, August Macke und Theodor Heuss.

Es geht weiter

Auch wenn er jetzt das umfangreiche Werk vorlegen konnte, ist für Dieter Schröder eines klar: »Die Forschungsarbeit über verstorbene Maler der Eifel ist nicht abgeschlossen. Es sind noch nicht alle Maler entdeckt und bei einigen Malern fehlen – trotz intensiver und jahrelanger Arbeit – noch deren vollständigen Lebensdaten. Wenn es Menschen gibt, die Hinweise und Ergänzungen haben, können sie die Antwortkarte im hinteren Teil des Lexikons nutzen und sie an uns senden.« Tatsächlich seien drei weitere Maler bekannt geworden, die keinen Eingang in das Lexikon gefunden hätten. Das Werk ist, auch dank der Unterstützung von diversen Stiftungen, in einer Auflage von 750 Stück erschienen.

Das Lexikon

  • Erhältlich ist das Buch zum Preis von 39,80 Euro plus Versandkosten.
  • In jedem Exemplar befindet sich eine CD mit dem Inhalt, so dass auch digital nach bestimmten Malern gesucht werden kann.
  • Anfragen über die Forschungsgruppe Eifelmaler e.V., Dieter Schröder, Friedentalstraße 18, 53894 Mechernich, Tel.: 02443-314 58 44, E-Mail: dieter.j.schroeder@web.de

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.