anw

D´r Chef geht – d´r Zoch kütt

Kommern. Eine gelungene Überraschung für den scheidenden Grundschulleiter Willy Gemünd in Kommern.

Das Kollegium hatte dicht gehalten. Der scheidende Schulleiter der Katholischen Grundschule Kommern wusste von nichts und wurde durch seine Schüler überrascht. „Die sind alle bekloppt hier in Kommern, aber das ist typisch für den Ort. Wenn sie etwas machen, machen sie es richtig. Auch wenn ich als Lehrer aufhöre, bin ich im Karneval weiter aktiv. Und trotzdem veranstalten die im Sommer einen Karnevalszug für meinen Abschied. Ich wusste von gar nichts“, war Willy Gemünd überwältig, von dem, was die Kollegen und der Förderverein auf die Beine gestellt hatten.

In einem geheimen Brief vom Lehrerkollegium hatten die Eltern von der Überraschung für Willy Gemünd erfahren. „Schicken Sie Ihre Kinder in einem Karnevalskostüm Ihrer Wahl in die Schule. Wir planen einen Karnevalsumzug zum Abschied von Willy Gemünd“, war darin zu lesen. Eine bessere Abschiedsüberraschung hätte man sich für den karnevalsjecken Schulleiter nicht einfallen lassen können. Willy Gemünd ist nämlich der Vater des über die Grenzen des Ortes bekannten Kinderkarnevalsumzuges, der seit 2002 am Weiberdonnerstag durch den Ort zieht. In den letzten Jahren waren bis zu 1100 Pänz mit dabei. In der „Sommerausgabe“ verzichteten die Kinder allerdings auf das Werfen von Kamelle. Dafür waren alle bestens kostümiert - ob als Cowboy, Indianer, Prinz und Prinzessin, in einem Fantasiekostüm oder als Clown, wie die Lehrer. Auch eine Musikgruppe durfte beim Abschiedszug nicht fehlen. Rund 300 Pänz nahmen im Zug von ihrem geliebten Schulleiter Abschied. Nachdem „sein Zug“ an ihm vorbeigezogen war, reihte sich Willy Gemünd im Prinzenwagen der KG Greesberger ein. Nach 27 Jahren als Schulleiter der Katholischen Grundschule Kommern geht er in den wohlverdienten Ruhestand.

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.