In den Bahnhof Mechernich werden Millionen investiert

Die Bauarbeiten starten am 16. Juni

Mechernich. Die Bauarbeiten am Mechernicher Bahnhof starten nach Mitteilung der Stadt Mechernich am Dienstag, 16. Juni. Über der Gleisanlage wird eine Brücke errichtet, die dann über Treppentürme und Aufzüge erreichbar ist. Zudem wird ein neuer Mittelbahnsteig gebaut und die Wartezonen auf einer Läner von mehr als 40 Metern überdacht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9,6 Millionen Euro, die zu 100 Prozent gefördert werden. Beteiligen wird sich die Stadt mit 450.000 Euro bei den Planungskosten.

Das Bahnhofsgebäude ist modern, die Anbindung Richtung Köln und Trier gut. Wenn da nur nicht die Bahnsteige wären. Die sind der Stadt Mechernich schon lange ein Dorn im Auge. Von Barrierefreiheit ist da keine Spur, der Mittelbahnsteig mehr ein schmaler Grat zwischen Gleis 1 und 2, der Komfort für die Bahnreisenden und Pendler stark eingeschränkt.

Barrierefreier Umbau

Das soll anders werden. Die Bauarbeiten starten bereits am 16. Juni. Die Gesamtinbetriebnahme ist für den Herbst 2021 geplant. Dazwischen wird einiges passieren. Die Bahnsteige werden barrierefrei umgebaut und erhalten teilweise eine Überdachung, wie die Stadt Mechernich mitteilt. »Wir sind froh, dass der Umbau endlich starten kann. Der Bahnhof ist für Mechernich von zentraler Bedeutung und wird mit den Maßnahmen deutlich attraktiver für Reisende und Pendler. Wir erhoffen uns damit auch einen positiven Effekt, wieder mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen«, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.

Brücke, Treppentürme und Aufzüge

Über die Gleisanlagen wird eine Brücke errichtet, die von jedem Bahnsteig über Treppentürme und Aufzüge zentral erreichbar ist und weiter bis zur Deutschen Mechatronics und dem dortigen »Park&Ride«-Parkplatz führt. Zudem wird ein neuer Mittelbahnsteig gebaut und dabei erheblich breiter als der jetzige Bereich an Gleis 2. Die Wartezonen an den Bahnsteigen werden auf über 40 Meter Länge überdacht. Außerdem werden der erste Bahnsteig und der Mittelbahnsteig auf knapp 76 cm angehoben, was den Einstieg deutlich erleichtert, erklärt Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt. Ursprünglich waren in der Planung nur zwei Aufzüge und Treppenaufgänge vorgesehen. Die dritte Anlage sollte erst später und optional folgen.

Fahrradstellplätze

»Da auf dem RWZ-Gelände eine Einrichtung für Behinderte geplant ist, haben Verwaltung, Fördergeber und Bahn das aber zum Anlass genommen, den dritten Aufzug und Aufgang an der Südseite jetzt doch schon zu realisieren«, erklärt Hambach. Hinzugekommen sind außerdem zusätzliche rund 70 Fahrradstellplätze und -boxen, die an der Nordseite aufgestellt werden sollen. Mit den zusätzlichen Maßnahmen belaufen sich die Gesamtkosten aktuell auf rund 9,6 Millionen Euro. Hambach: »Die Baukosten werden zu 100 Prozent gefördert.« Beteiligen wird sich die Stadt allerdings bei den Planungskosten, die insgesamt bei rund 1,5 Millionen Euro liegen.

Rege Nutzung

Davon übernimmt der Fördergeber (Nahverkehr Rheinland) und die DB Station & Service knapp über eine Million, der städtische Anteil beträgt rund 450.000 Euro. In intensiven Gesprächen konnte erreicht werden, dass die Bahn noch einen einmaligen Zuschuss von 500.000 Euro zahlt. Ansonsten hätte der städtische Anteil knapp eine Million Euro betragen. Mit Inbetriebnahme geht die Zuständigkeit über auf die Tochterfirma der Deutschen Bahn, die »DB Station & Service«, die dann für Betrieb und Wartung von Brücke, Treppenanlage und Aufzüge verantwortlich zeichnet. Der Bahnhof wird rege genutzt: 3.000 Zuggäste, inklusive Pendler, zählt die Deutsche Bahn dort täglich.red/pp/Agentur ProfiPress

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