»Kein Leisetreter, sondern ein Macher«

Mechernich. In einer Feierstunde im Kreishaus ist Peter Wassong, früherer Bürgermeister der Stadt Mechernich, mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Landrat Markus Ramers überreichte die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Auszeichnung.

»In der Begründung des Bundespräsidialamtes heißt es , dass Sie sich seit Langem unter anderem im kommunalpolitischen Bereich engagieren und sich damit auszeichnungswürdige Verdienste‘ erworben haben«, erklärte Landrat Markus Ramers in seiner Laudatio an Peter Wassong aus Mechernich. Es sei sicherlich eine treffende Zusammenfassung. Sie bringe kurz und knapp auf den Punkt, warum Wassong diese hohe Auszeichnung erhalte. »Aber diese Zusammenfassung lässt nicht einmal ansatzweise  erahnen, was Ihr Engagement ausmacht«, stellte der Landrat klar.

43 Jahre lang Ratsmitglied

Wassong wurde im Jahr 1975 im Alter von 29 Jahren Mitglied der CDU-Fraktion in Mechernich. »Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Sie dort ihre politische Berufung und ihre politische Heimat gefunden haben, denn bis vor drei Jahren waren Sie Ratsmitglied in Mechernich, als insgesamt 43 Jahre«, so Ramers in seiner Rede.  Von 1989 bis 1994 war Wassong zudem Fraktionsvorsitzender, bevor er von 1994 bis -96 letzter ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Mechernich und danach noch weitere 21 Jahre Erster Stellvertretender Bürgermeister Mechernichs war. In diesem Ämtern habe sich Wassong immer für die Erweiterung des Kreiskrankenhauses eingesetzt.
43 Jahre lang war der geehrte Ortsvorsteher für die Mechernicher Ortsteile Weyer und Urfey. Wassongs Engagement beschränkte sich jedoch nicht nur auf den politischen Bereich. Von 1979 bis 2004 war er vorsitzender des Vereinskartells Weyer. »Damit fielen jährlich die unterschiedlichsten Veranstaltungen in Ihre Verantwortung: Dorf und Kinderfeste, Seniorenfahrten, Seniorennachmittage oder Nikolausfeiern«, so Ramers. Wassong setzte sich auch dafür ein, dass das ehemalige Schullandheim zum Bürgerhaus   Weyer umgebaut werden konnte.
Auch gehörte Wassong zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich und war ab 1998 maßgeblich an der Freilegung der Grube Günnersdorf beteiligt, bis hin zu offiziellen Eröffnung des Bergbaumuseums. In sportlicher Hinsicht war Wassong 50 Jahre lang Geschäftsführer des SV Concordia Weyer. Außerdem engagierte sich der Geehrte im Kirchenvorstand, bei der KG »Weyerer Blömche« und im Ortsverband für Leibesübungen. »Sie tun das, was Sie für richtig und wichtig halten, und gehen Ihren Weg. Sie packen an«, würdigte Ramers Peter Wassong. Zudem bedankte sich der Landrat bei Wassongs Ehefrau Ingeborg, dafür, dass sie ihren Mann bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit über Jahrzehnte hinweg unterstützt habe. Mechernichs amtierender Bürgermeister Hans-Peter Schick würdigte Wassong als Menschen mit Ecken und Kanten, der seine Meinung hat und dazu steht. »Peter Wassong ist kein Leisetreter, sondern jemand, der anpackt. Ein Macher«, betonte Schick.

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