»Uilla Uiueri« wird 1.150 Jahre alt

Tatsächlich dürfte es Weyer schon etwas länger geben

Weyer. Man schrieb den 20.Oktober des Jahres 871, als der Ort »Uilla Uiueri«, besser bekannt als Weyer, zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Sicherlich ist der Ort mit der markanten Kirche hoch oben auf dem Berg älter, aber es zählt nun einmal die urkundliche Erwähnung - und nach der wird Weyer in diesem Jahr stolze 1.150 Jahre alt .

Zum stolzen Jubiläum können 2021 übrigens neue Ortsfahnen gehisst werden. Mit finanzieller Unterstützung des NRW-Heimatschecks ist es dem Vereinskartell Weyer um seinen Vorsitzenden und Ortsbürgermeister Björn Wassong nach vielen Jahren gelungen, neue rot-blaue Fahnen mit dem Ortswappen zu beschaffen. »Man glaubt nicht, wie kostenintensiv es ist, solche hochwertigen Fahnen herstellen zu lassen«, erzählt Björn Wassong. Die Fahnen müssten schließlich auch Wind und Wetter standhalten.

Heimatverbundenheit

Nun könnten alle Mitbürger ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringen, in dem sie an Festtagen wie dem 1. Mai oder Kirmes ihre Häuser mit den Ortsfahnen schmücken. Erhältlich sind die Fahnen bei Björn Wassong. Wie bereits erwähnt, wurde Weyer 871 erstmals als »Uilla Uiueri«, gelesen als »villa viveri« urkundlich erwähnt. Das bedeutet soviel wie »Siedlung bei den Fischteichen«. Diese Urkunde findet man im »Goldenen Buch von Prüm«. Ab 1599 erscheint der Ortsname in der heutigen angenäherten Form. Sicher ist, dass Weyer älter sein dürfte als diese erste urkundliche Erwähnung. Darauf deutet beispielsweise auch der Fund des Matronensteins im Jahr 1991 bei Restaurierungsarbeiten im Altarraum der Kirche hin. Da »erst« vor 25 Jahren eine Ortschronik vom jüngst verstobenen Heimatforscher Anton Kö- nen herausgegeben wurde, wird es im Jahr 2021 keine weitere Chronik geben. Allerdings sammelt Björn Wassong weiterhin alte Bilder und Erinnerungsstücke aus Weyer für ein »Ortsarchiv«.

Kalender herausgebracht

Zudem sind verschiedene Aktionen und Feste – sofern diese stattfinden können – vorgesehen, in denen die Ortsgeschichte gefeiert und präsentiert wird. So wurde mit Hilfe zahlreicher Kinder und Jugendlichen ein Kalender zum Jubiläum herausgebracht. Die Kinder und Jugendlichen des Ortes waren über den letzten Sommer aufgerufen Bilder unter dem Motto »Mein Weyer« zu erstellen. Neben der Abbildung der gemalten Bilder und Fotografien im Kalender gab es auch Preise in Form von Gutscheinen lokaler Unternehmen, wie der Eifel-Therme, dem Mechernicher Bergbaumuseum oder der Bowl-Fabrik zu gewinnen. Ergänzt wurden die Bilder der Kunstaktion mit Bildern von David Rosenbaum aus Weyer, der mit seiner Bildbrett-Aktion in diesem Jahr durchstartete. Mit einem Verkaufserlös möchten die Initiatoren eine wohltätige Organisation unterstützen. »Die schönen Bilder aus und um Weyer schaut man sich bestimmt auch gerne in anderen Orten an!« meint Wassong mit einem schelmischen Lächeln. Die Kalender gibt es zum Preis von 11,50 Euro in der Konditorei Arns.

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