43 Kommentare

Zunehmend Probleme mit Auslandshunden

Tiere aus Süd- und Osteuropa landen im Tierheim

Mechernich. »Wir haben im Moment ein Problem mit Hunden, deren Herkunftsland nicht Deutschland ist«, so Rainer Bauer, Vorsitzender des Tierschutzvereins Mechernich. Es handelt sich dabei um Tiere, die von angeblichen Hilfsorganisationen aus süd- oder osteuropäischen Herkunftsländern nach Deutschland gebracht werden.

»Oft wird sich aus Mitleid für ein solches Tier entschieden, mit dem man dann in den eigenen vier Wänden nicht mehr klar kommt«, so Rainer Bauer. Entweder landen diese Hunde dann im Tierheim oder werden einfach ausgesetzt, da die dubiosen Vereine diese Tiere nicht mehr zurück nehmen.

Warnung

Ähnliche Erfahrungen macht man auch im Nachbarkreis Düren. Dort kritisiert Dr. Elke Schelthoff, die Tierschutzbeauftragte des Kreises Düren, »ausdrücklich den Kauf von Tieren aus dubiosen Herkunftsbeständen«. Sie warnt auch vor »Flugpatenschaften«. Dabei werden Hunde oder Katzen im Flugzeug mitgenommen, um diese dann bei der Ankunft in Deutschland an hiesige Tierschutzorganisationen zu übergeben. »Diese Flugpatenschaften sind nicht zulässig und können trotz gut gemeintem Tierschutzgedanken großen Ärger nach sich ziehen«, so die Tiermedizinerin.

Konkreter Fall

Ein konkreter Fall ist laut Rainer Bauer der Hund Blueberry. Er wurde an eine Familie aus dem Mechernicher Stadtgebiet über einen solchen Verein vermittelt. Sie hatten sich aus Mitleid für den Hund aus Rumänien entschieden. Nur war Blueberry ein Herdenschutzhund, mit dem die Familie überhaupt nicht klar kam und für sie sogar gefährlich wurde. Rainer Bauer: »Der Hund wurde vom Verein natürlich nicht zurück genommen. Jetzt hat die Familie durch einen Rechtsstreit und die Unterbringung im Tierheim auch noch finanzielle Belastungen.« »Es ist besser, den Tieren vor Ort zu helfen«, so Dr. Elke Schelthoff. Denn Tiere in eine fremde Umgebung mitzunehmen und mit ihnen in geschlossenen Räumen zu leben, führe nicht selten zu Verhaltensauffälligkeiten. Vor allen Dingen sollte man die Finger von jungen Hundewelpen lassen. Das Verbringen nach Deutschland sie nicht zulässig und man riskiere ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Geschäftemacherei

Was Rainer Bauer ärgert, ist die Tatsache, dass mit dem Leid der Tiere auch noch Geld gemacht werden soll. Nicht selten werde für die Hunde eine stattliche Schutzgebühr verlangt. Aktuell tauchten im Internet sogar Anzeigen auf, die suggerieren, dass solche Hunde vom Tierheim Mechernich angeboten werden. Rainer Bauer wird deutlich: »Es geht hier nicht um die Tiere, denen geholfen werden muss und die nichts dafür können. Den Geschäftemachern, die an dem Leid der Tiere verdienen, muss allerdings das Handwerk gelegt werden.«

Artikel kommentieren

Kommentar von Krämer
Ich muss mich meinen Vorschreibern anschließen, so einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört. Ich selbst habe mich vor einem halben Jahr für 2 rumänische ANGSHUNDE entschieden. Ich wuste was auf mich zukam, das gleiche kann mir auch mit einem Hund , den ich hier aus dem Tierheim hole passieren. Oft kennen sie noch sehr wenig, haben dementsprechend Angst und es braucht seine Zeit, bis sie Vertrauen aufgebaut haben. Da ich mit vielen darüber spreche und immer wieder von Menschen höre, sie wollen einen FERTIGEN Hund, er soll Platz, Sitz, ohne Leine laufen und alle Kommandos können. Die wenigsten Menschen sind bereit , einem Hund Vertrauen zu schenken, mit ihnen zu arbeiten, einfach auf alle Bedürfnisse einzugehen, es ist wie bei einem kleinen Kind, was auch nichts kannte. Heute nach einem halben Jahr, kann ich meine beiden, schon Zeitweise freilaufen lassen und es ist eine wahre Freude zu sehen, das wir uns Zeit ließen und gegenseitiges Vertrauen schenkten. Es sind nicht meine ersten Auslandshunde, mein 16 jähriger war schwersttraumatisiert und ist für meine Neuankömmlinge ein wunderbarer Lehrer. Ich habe das Gefühl, das der Mensch, der das hier reingestellt hat, keine Ahnung von Hunden und Hundeerziehung hat bzw. in keinster Weise mit Hunden umgehen kann. Ich würde mir immer wieder einen Auslandshund anschaffen, den wenn erst einmal Vertrauen da ist und sie spüren das die Menschen doch nicht alle schlecht sind , sehr, sehr dankbar sind. Für mich nur ein schwachsinniger Kommentar, wahrscheinlich von einem Hundehasser aufgesetzt!!!!!!
Ich wünsche allen viel Freude mit ihren Fellnasen aus dem Ausland.
Kommentar von Pam
@Werner Hausmann: ha, ha, ha ist alles was mir zu so viel Schwachsinn einfällt! Wenn man diese Kommentare hier liest merkt man sofort wer Ahnung von der Materie hat. Sie gehören leider nicht dazu! Dieses Scheinargument von wegen unsere Tierheime sind eh schon voll ist das beste Beispiel für Ihre Ahnungslosigkeit. Jeder der sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt hat weiß, dass gerade die Auslandshunde unseren deutschen Langzeitinsassen das Leben finanzieren. Außerdem locken diese Auslandshunde immer wieder neue Besucher in die Tierheime. Von diesen Besuchern, die eigentlich wegen einem Auslandshund kamen entscheiden sich dann auch einige für einen deutschen (Langzeitinsassen). So bekommen gerade die Langzeitinsassen auch immer wieder eine Chance. Säßen hier immer nur die gleichen unvermittelbaren deutschen Hunde kämen die Interessenten spätestens nach dem zweiten Besuch nicht wieder und würden sich stattdessen einen Hund vom Züchter oder direkt aus dem Ausland holen! Also erst mal informieren, dann denken und dann erst schreiben! Das würde nämlich von Intelligenz zeugen....
Kommentar von Tierecht
Leider ist das kein Einzelfall,wie viele hier behaupten !!! Erwachsene Hunde sollten vor der Einführung nach Deutschland ein Wesenstest unterzogen werden und dem neuen Halten muss in Deutschland Gelegenheit gegeben werden ,denn Hund kennen zu lernen um zu schauen ob sie zusammen passen ! Das wäre für Mensch und Tier die beste Lösung !
Alle Kommentare anzeigen