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Zunehmend Probleme mit Auslandshunden

Tiere aus Süd- und Osteuropa landen im Tierheim

Mechernich. »Wir haben im Moment ein Problem mit Hunden, deren Herkunftsland nicht Deutschland ist«, so Rainer Bauer, Vorsitzender des Tierschutzvereins Mechernich. Es handelt sich dabei um Tiere, die von angeblichen Hilfsorganisationen aus süd- oder osteuropäischen Herkunftsländern nach Deutschland gebracht werden.

»Oft wird sich aus Mitleid für ein solches Tier entschieden, mit dem man dann in den eigenen vier Wänden nicht mehr klar kommt«, so Rainer Bauer. Entweder landen diese Hunde dann im Tierheim oder werden einfach ausgesetzt, da die dubiosen Vereine diese Tiere nicht mehr zurück nehmen.

Warnung

Ähnliche Erfahrungen macht man auch im Nachbarkreis Düren. Dort kritisiert Dr. Elke Schelthoff, die Tierschutzbeauftragte des Kreises Düren, »ausdrücklich den Kauf von Tieren aus dubiosen Herkunftsbeständen«. Sie warnt auch vor »Flugpatenschaften«. Dabei werden Hunde oder Katzen im Flugzeug mitgenommen, um diese dann bei der Ankunft in Deutschland an hiesige Tierschutzorganisationen zu übergeben. »Diese Flugpatenschaften sind nicht zulässig und können trotz gut gemeintem Tierschutzgedanken großen Ärger nach sich ziehen«, so die Tiermedizinerin.

Konkreter Fall

Ein konkreter Fall ist laut Rainer Bauer der Hund Blueberry. Er wurde an eine Familie aus dem Mechernicher Stadtgebiet über einen solchen Verein vermittelt. Sie hatten sich aus Mitleid für den Hund aus Rumänien entschieden. Nur war Blueberry ein Herdenschutzhund, mit dem die Familie überhaupt nicht klar kam und für sie sogar gefährlich wurde. Rainer Bauer: »Der Hund wurde vom Verein natürlich nicht zurück genommen. Jetzt hat die Familie durch einen Rechtsstreit und die Unterbringung im Tierheim auch noch finanzielle Belastungen.« »Es ist besser, den Tieren vor Ort zu helfen«, so Dr. Elke Schelthoff. Denn Tiere in eine fremde Umgebung mitzunehmen und mit ihnen in geschlossenen Räumen zu leben, führe nicht selten zu Verhaltensauffälligkeiten. Vor allen Dingen sollte man die Finger von jungen Hundewelpen lassen. Das Verbringen nach Deutschland sie nicht zulässig und man riskiere ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Geschäftemacherei

Was Rainer Bauer ärgert, ist die Tatsache, dass mit dem Leid der Tiere auch noch Geld gemacht werden soll. Nicht selten werde für die Hunde eine stattliche Schutzgebühr verlangt. Aktuell tauchten im Internet sogar Anzeigen auf, die suggerieren, dass solche Hunde vom Tierheim Mechernich angeboten werden. Rainer Bauer wird deutlich: »Es geht hier nicht um die Tiere, denen geholfen werden muss und die nichts dafür können. Den Geschäftemachern, die an dem Leid der Tiere verdienen, muss allerdings das Handwerk gelegt werden.«

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Kommentar von Tierecht
Leider ist das kein Einzelfall,wie viele hier behaupten !!! Erwachsene Hunde sollten vor der Einführung nach Deutschland ein Wesenstest unterzogen werden und dem neuen Halten muss in Deutschland Gelegenheit gegeben werden ,denn Hund kennen zu lernen um zu schauen ob sie zusammen passen ! Das wäre für Mensch und Tier die beste Lösung !
Kommentar von Mona
Ist ja wohl nicht alles richtig und man kann auch alles schwarz malen. Ich habe schon mehrere Hunde in Pflege genommen und es war nicht einer gefährlich!
Kommentar von Apollo
Nun ja, es gibt unterschiedliche Vereine. Seriöse Vereine nehmen ihre Hunde wieder zurück, unseriöse Vereine nicht. Privatleute sollten keinen Hund aus dem Ausland einfach so bei sich aufnehmen ohne ihn vorher auch kennengelernt zu haben. Bilder können täuschen...
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Brückenbauer für den Frieden

Wittlich. Jean-Claude Juncker, Präsident der europäischen Kommission, ist am Montag im Beisein von rund 1.000 Gästen im Eventum mit dem Georg Meistermann-Preis 2018 der Stadt Wittlich ausgezeichnet worden. Bundestagspräsident a.D. Professor Norbert Lammert hielt die Laudatio. Er erinnerte u.a. an das Leid zweier Weltkriege und betonte die große Bedeutung Jean Claude Junckers als menschlicher und politischer Brückenbauer für die europäische Friedensidee. Weder Frieden noch Demokratie seien selbstverständlich und müssten als hohes Gut bewahrt werden. Juncker nutzte die Preis-Verleihung, um auf die Bedeutung Europas in einer globalisierten Welt hinzuweisen. Und darauf, dass Reden wichtiger sei, als Krieg zu führen: Ein Tag Krieg koste mehr als 20 Jahre die Europäische Union zu finanzieren.  Erstmalig im Jahr 2006 nahm Christina Rau den Georg-Meistermann-Preis der Stiftung Stadt Wittlich stellvertretend für ihren verstorbenen Mann Bundespräsident a.D. D. Dr. h.c. Johannes Rau entgegen. Im Jahr 2008 wurde der Preis an Dr. h.c. Charlotte Knobloch, seinerzeit Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, verliehen. Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz, war im Jahr 2010 der dritte Träger des Georg-Meistermann-Preises. Danach wurde Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher der Preis im Februar 2013 im EVENTUM Wittlich überreicht. Im Februar 2016 folgte die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller als Preisträgerin. Hintergrund Der Georg-Meistermann-Preis der Stiftung Stadt Wittlich soll das Andenken an den großen Künstler und Kulturpolitiker Georg Meistermann (1911-1990) und sein unerschütterliches, kritisch-konstruktives Eintreten für Demokratie und Meinungsfreiheit wach halten und nachfolgende Generationen anregen, diesem Beispiel zu folgen. Mit dem Preis werden in der Regel alle zwei Jahre entweder eine oder mehrere Persönlichkeiten oder aber eine oder mehrere Gruppen ausgezeichnet. Der Preis wird in Form einer Urkunde und einer Bronze-Plakette überreicht und ist mit einer an den Stiftungszweck gebundenen Summe von 10.000 EUR dotiert. Meistermann wurde 1911 in Solingen geboren. Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 musste er seine 1928 begonnene Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf abbrechen. Zwischen 1937 und 1939 folgten Reisen in die Niederlande, nach Frankreich und England. Zu den ersten wichtigen Aufträgen Georg Meistermanns nach dem Krieg gehörte 1948 die Ausführung der Fenster für die Wittlicher St. Markuskirche. (hwg/red). Fotos: Hanns-Wilhelm Grobe Jean-Claude Juncker, Präsident der europäischen Kommission, ist am Montag im Beisein von rund 1.000 Gästen im Eventum mit dem Georg Meistermann-Preis 2018 der Stadt Wittlich ausgezeichnet worden. Bundestagspräsident a.D. Professor Norbert Lammert…

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Senioren-Sommertour des RSC Prüm

Prüm. Seit vielen Jahren unternehmen die Senioren des RSC Prüm Rennrad-Ausflüge in die näheren und weitere Umgebung. Nachdem die Grundlage bereits durch die Trainingsfahrten in der Frühjahrs-Trainingswoche gelegt und bei Mittwochstraining weiter aufgebaut ist, wird die jeweilige Sommertour geplant. Diesmal wurde als Austragungsort Bad Münstereifel ausgesucht. Wie das im RSC Prüm so üblich ist, verteilt man die Aufgaben auf mehrere Schultern. Einer sucht die Touren aus, ein anderer bucht das Hotel und fürs Navi ist auch ein Spezialist vorhanden. Diesmal starteten die Teilnehmer von Ihre jeweiligen Wohnorten zum Treffpunkt in Stadtkyll. Nach einer Tasse Kaffee führte von hier die Tour über eine schöne Route nach Bad Münstereifel. Diese Streckenlänge der Anreise war im Schnitt 75 km lang. Drei weitere Touren: eine von 87 km Heimbach- Nideggen- Zülpich, eine 92 km Scheuern- Rheinbach- Heimerzheim - Zülpich, und die Königsetappe mit 108 km über Effelsberg- Kreuzau- Altenahr- Remagen, Birresdorf, Rheinbach und jeweils zurück Hotel in Arloff. Die Königsetappe wurde von Roland Schüttler geführt, er ist vielen RSC-ler als exzellenter Radsportler und Giude bekannt. Insgesamt zählte der Höhenmesser nach 5 Tagen 3.470 HM an. Ohne große Zwischenfälle kamen alle Radsportler von den sehr schönen Touren nach Hause. Erste Planungen für die Senioren-Sommertour im nächsten Jahr sind schon in die Wege geleitet. Die Rückfahrt von nochml guten 68 km führte die Kollegen aus der Prümer Kante über Blankenheim. Und die aus Richtung Gerolstein wählten die Routenführung für die Heimreise über die Wasserscheide und das Ahrtal. Seit vielen Jahren unternehmen die Senioren des RSC Prüm Rennrad-Ausflüge in die näheren und weitere Umgebung. Nachdem die Grundlage bereits durch die Trainingsfahrten in der Frühjahrs-Trainingswoche gelegt und bei Mittwochstraining weiter…

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