Frist zur Räumung der Eifelhöhen-Klinik verlängert

Ersten Klinikbereich wieder freigegeben

Marmagen. "Die Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, die Missstände in der Eifelhöhen-Klinik zu beseitigen", hatte der Landrat Günter Rosenke gegenüber dem WochenSpiegel erklärt. Der Einsatz scheint erste Früchte zu tragen. Nach Mitteilung des Kreises Euskirchen erfolgte am heutigen Mittwoch, 6. November 2019, nach einer weiteren Kontrolle eine Freigabe der Klinikbereiche, die nicht unmittelbar von der stationären Patientenversorgung betroffen sind, insbesondere der ambulanten Reha.

Zudem, so der Kreispressesprecher Wolfgang Andres weiter, wurde die Frist, bis zu der die Eifelhöhen-Klinik Marmagen geräumt werden muss, vom 8. auf den 22. November verlängert. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Mark Boddenberg hatte Landrat Günter Rosenke um eine Fristverlängerung gebeten, um in dieser Zeit die Voraussetzungen für die Fortführung des Klinikbetriebes zu schaffen.

Zustimmung erteilt

Landrat Rosenke hat in Abstimmung mit Regierungspräsidentin Gisela Walsken und nach Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt seine Zustimmung erteilt. Die Klinik habe sehr kurzfristig mit der Umsetzung der geforderten Maßnahmen begonnen, so Rosenke. Die Gemeinde Nettersheim wird als zuständige Ordnungsbehörde die geänderte Verfügung ausstellen.

Klinikbetrieb könnte wieder aufgenommen werden

Sollten die Auflagen der Behörden im Zeitraum bis zum 22. November erfüllt werden, kann die vorläufige Schließung aufgehoben und der reguläre Klinikbetrieb wieder aufgenommen werden. Voraussetzung ist, dass die Mediziner der Bezirksregierung, das Kreisgesundheitsamt und ein externer Sachverständiger einen einwandfreien Gesamtzustand attestieren. Als Sachverständiger wurde auch der Hygieneexperte Prof. Dr. Exner hinzugezogen, der Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn ist. Er soll die Eifelhöhen-Klinik bei den  Maßnahmen, die für die Hygiene relevant sind, sowie zu kliniküblichen Systemen beraten.

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