Mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren

Interview mit Birgit Lesch, Leiterin der Kita Dreiborn

Dreiborn. Nach der Erweiterung der Kindertagesstätte in Dreiborn stehen ab Februar 2021 weitere Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung.

Die Freude bei den Kindern und den Erzieherinnen der Kindertagesstätte in Dreiborn ist groß: Das neue moderne und lichtdurchflutete Obergeschoss kann nach rund einem Jahr Bauzeit bezogen werden. Im Schleidener Stadtgebiet stehen damit nun insgesamt 78 Kita-Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Damit liegt die Kita-Betreuungsquote der unter Dreijährigen in Schleiden bei knapp über 40 Prozent.

Aufstockung

Mit der Aufstockung um ein komplettes Obergeschoss wird die bislang zweigruppige Kindertagesstätte um eine weitere Gruppe erweitert. „Wenn der Bedarf bei den unter Dreijährigen weiter steigt, haben wir die Möglichkeit in kurzer Zeit die Räume für eine vierte Gruppe bereitzustellen,“ so Jürgen Henz vom Team Liegenschaften der Stadt Schleiden, der das Projekt verantwortet. Im Obergeschoss sind in kürzester Zeit weitere Gruppen- und Waschräume entstanden. Zusätzliche Nebenräume zur Differenzierung oder Vorbereitung ermöglichen den Erzieherinnen eine flexible und vielfältige Nutzung. Die Gebäudemitte bildet einen hellen und offenen Innenraum, der durch die großen Dachfenster mit viel Licht versorgt wird und für eine freundliche Atmosphäre sorgt. Die Balkone an der Giebelseite des Gebäudes ermöglichen den Kindern und Erzieherinnen von der oberen Etage einen direkten Zugang zum Außengelände. Im Brandfalle ist über diese Treppenanlage zudem eine schnelle Evakuierung möglich.

Interview mit Birgit Lesch, Leiterin der Kindertagesstätte Dreiborn

Das Obergeschoss der Kindertagesstätte ist bezugsfertig. Wie groß ist die Freude - trotz den Corona bedingten Einschränkungen - bei Ihnen und den Kindern?

Birgit Lesch: Wir freuen uns sehr, dass wir auch das Obergeschoss nutzen dürfen. Es sind sehr schöne, große, neue Räume entstanden, die uns und den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Ausgestaltung und Nutzung bieten. Die Kinder sind schon sehr gespannt, besonders da sie die Baumaßnahmen hauptsächlich akustisch mitbekommen haben und erst seit Januar den oberen Bereich einsehen können. Aber auch im Erdgeschoss hat sich einiges verändert. Die Räume wirken durch die neuen Akustikdecken viel heller und der neue Boden und die angepassten Wandfarben sorgen für eine wohlige Atmosphäre.

Auf welchen neuen Bereich freuen Sie sich am meisten?

Birgit Lesch: Das können wir gar nicht so konkret beantworten, da alle Räume sehr schön geworden sind, aber für uns und die Kinder ist der neu entstandene Handwerker- und Forscherraum etwas ganz Neues, was wir so bisher noch nicht hatten. Deshalb freuen wir uns darüber besonders und denken, dass er ausgiebig genutzt werden wird. Für mich persönlich ist aber natürlich auch mein neues Büro und der Personalraum ein Highlight.

Welche neuen Möglichkeiten eröffnet die Erweiterung für Sie?

Birgit Lesch: Durch die Erweiterung ist es uns möglich eine dritte Gruppe zu eröffnen. Diese Gruppe startet im Februar und ist schon voll belegt. Es ist eine Gruppe für Kinder im Alter von vier Monaten bis drei Jahren. Zu dem ermöglicht uns die Aufstockung des Gebäudes in einem relativ kurzen Zeitraum bei Bedarf eine vierte Gruppe zu eröffnen. Des Weiteren bietet uns die Erweiterung, wie schon oben beschrieben, vielfältige Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Räume. So ist neben dem Handwerker- und Forscherraum ein kleines „Eltern Café“ eingerichtet worden, welches die Eltern zum Aufenthalt während der Eingewöhnung, zum Austausch untereinander oder zum Lesen von ausgelegten Infomaterial nutzen können. Wir konnten auch offene Essbereiche für die Kinder gestalten, die zum gemeinsamen Essen einladen, aber auch die Möglichkeit bieten, den eigenen Bedürfnissen nach Zeitraum und Tischpartner entsprechend sein Frühstück einzunehmen.

Die Bauphase war unter anderem mit einem vorübergehenden Umzug in die Turnhalle verbunden. Was war für Sie während der Bauphase die größte Herausforderung?

Birgit Lesch: Die größte Herausforderung während der Bauphase war immer die Sicherheit und Gesundheit der Kinder, Eltern und Kollegen im Blick zu haben und zu gewährleisten. Zum Glück haben die Eltern die vorgegebenen Maßnahmen, wie zum Beispiel die notwendigen kurzfristigen Verlegungen der Eingangsbereiche gut mitgetragen. Die Lärm- und Geruchsbelästigung war zeitweise sehr hoch, doch konnten durch gute Absprachen mit dem Vertreter der Stadt Schleiden oftmals Lösungen gefunden werden, die Zeiten so zu legen, dass die Kinder so wenig wie möglich beeinträchtigt wurden. Außerdem mussten des Öfteren bestimmte Bereiche für die Kinder gesperrt werden, damit die Baustelle abgesichert war. Hier erhielten wir nach Absprache oftmals Unterstützung vom Bauhof der Stadt Schleiden und fanden Möglichkeiten die Kinder so wenig wie möglich in ihrem Bewegungsdrang einzuschränken. Daher gilt unser besonderer Dank den Eltern, dem Vertreter der Stadt Schleiden und dem Bauhof, aber auch allen beteiligten Handwerkern für die unkomplizierten Absprachen und die gegenseitige Rücksichtnahme.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.