Rück- und Ausblicke eines Bürgermeisters

Ingo Pfennings - ein Jahr im Amt

Schleiden. An großen Themen und Projekten hat es Ingo Pfennings in seinem ersten Jahr als Schleidener Bürgermeister nicht gemangelt.

Der Supermarkt und die Umgestaltungen des Platzes am Nepomuk in Gemünd gehören ebenso dazu wie der Wiederaufbau des Johannes-Sturmius-Gymnasiums (JSG) in Schleiden. Und diese Themen werden den neuen Schleidener Bürgermeister, der am 20. Dezember 2018 offiziell vereidigt wurde, auch noch ein Weilchen länger erhalten bleiben.

Kaum Zeit zur Einarbeitung

»Viel Zeit zur Einarbeitung ist mir nicht geblieben«, sagt Ingo Pfennings im Rückblick auf sein erstes Amtsjahr. Kein Wunder, denn die Stadtverwaltung war bei seinem Dienstantritt vollends mit den Folgen der Brandstiftung am JSG beschäftigt. Für Ingo Pfennings brachte diese Anfangszeit die Erkenntnis, »dass die Verwaltung der Stadt Schleiden hervorragend arbeitet.« Innerhalb kurzer Zeit seien nach einer Katastrophe Pläne und Lösungen erarbeitet worden, die nicht nur einen schnellen Wiederaufbau sicherstellten, sondern auch einen beträchtlich Mehrwert für die gesamte Stadt bringen werden. »Wir hoffen«, so Ingo Pfennings optimistisch, »dass die neue Klasse 5 am JSG bereits im Sommer ihre neuen Klassenzimmer beziehen kann.«

Investoren zeigen Interesse

Ganz so schnell wird es mit einem neuen Nahversorger in Gemünd nicht gehen. »Da«, so Ingo Pfennings, »haben wir aber jetzt das Heft des Handelns in der Hand.« Nachdem das Projekt am Hermann-Kattwinkelplatz nicht in die Gänge kommt, ist nun der Eifel-Ardennen-Platz als möglicher Standort für einen Vollsortimenter im Rennen. »Nach dem entsprechenden Ratsbeschluss«, so Ingo Pfennings, »haben wir bereits einige Anfragen von Investoren.«

Platz am Nepomuk

Bei der Umgestaltung des Platzes am Nepomuk habe man die Irritationen in der Bevölkerung ernst genommen und die Bürger zur erneuten Information und Mitarbeit eingeladen. »Das ist sehr gut angenommen worden«, freut sich Pfennings. Für das zweite Jahr seiner Amtszeit möchte er neben den Großprojekten Themen wie die Schaffung eines Behindertenbeirates oder die Stärkung des Ehrenamtes in den Mittelpunkt stellen. Zudem will Ingo Pfennings den Slogan »Schleiden - Hauptstadt des Nationalparks Eifel« überregional zu einem Markenzeichen machen.

Junge Familien

  • Mit einem Ansiedlungs- und Wohnmanagement möchte Ingo Pfennings junge Familien nach Schleiden locken - und zwar in alle Orte des Stadtgebietes.
  • Derzeit sieht es so aus, dass es im Stadtgebiet rund 600 unbebaute Grundstücke gibt, von denen aber nur wenige auf dem Markt sind.
  • »Daher«, so Ingo Pfennings, »bemüht sich die Stadt, Grundstücke von den Eigentümern zu kaufen.« Die sollen dann mit einer Bauverpflichtungserklärung an junge Menschen und Familien weiter veräußert werden.
  • Auch bei neuen Baugebieten - etwa »Im Pützauel« in Oberhausen oder »Sittard« in Olef - sollen solche Grundstücke vorgehalten werden. n Dem demografischen Wandel wolle man mit der Ermöglichung von Mehrgenerationenhäusern oder der Schaffung von Wohnraum für Ein-Eltern-Familien Rechnung tragen. 

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