Wohnraum gesucht!

Appell der Stadt Schleiden

Schleiden. Mit einem Appell richtet sich die Stadt Schleiden nun an alle Bürger: Wegen ungesicherter Wohnsituationen über die Wintermonate wird für Hochwasser-Betroffene dringend Wohnraum benötigt!

Bei der Hochwasser-Katastrophe wurden allein im Schleidener Tal 1.500 Haushalte durch das Hochwasser massiv beschädigt. Bei der Erhebung zur aktuellen Wohn- und Versorgungssituation haben insgesamt 67 Personen eine ungesicherte bzw. ungewisse Wohnsituation bis Frühjahr 2022 angegeben. Die Stadt Schleiden möchte die betroffenen Bürger nun dahingehend unterstützen, die Wohnsituation – gerade über die Wintermonate – zu sichern.

Wohnraum bitte melden

Daher fragt die Stadt Schleiden: Verfügen Sie über eine Zweitwohnung, eine Ferienwohnung, ein Gästehaus, ein leerstehendes Wohnhaus oder eine leerstehende Wohnung und würden das betreffende Wohnobjekt für mehrere Monate zur Verfügung stellen? „Der Wohnraum muss nicht zwingend im Stadtgebiet Schleiden liegen“, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter. „Auch Bürger der umliegenden Kommunen, die helfen möchten, sind aufgerufen, sich bei der Verwaltung zu melden.“ Das Angebot kann man an folgende Email-Adresse schicken: hochwasser@schleiden.de. Die Stadt Schleiden wird sich mit den Anbietern in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen sowie Eckdaten zum Hilfsangebot besprechen.

56 Haushalte ohne Strom

Aufgrund der Hochwasser-Katastrophe hatte die Stadt Schleiden einen Fragebogen entwickelt, um die Situation zur Unterbringung und Versorgung der vom Hochwasser betroffenen Haushalte zu bewerten. Insgesamt sind 329 Fragebögen bei der Stadt Schleiden eingegangen, davon über 200 über das auf der Website bereitgestellte Online-Formular. Die Auswertung der Fragebögen hat ergeben, dass die Wohnsituation bei 67 Bürger bis zum 30. April 2022 nicht gesichert oder ungewiss ist. Von den 329 Rückläufen sind 56 Haushalte ohne Strom, 229 ohne Heizung, 170 ohne Warmwasser, 46 ohne Toilette und 162 haben weder eine Küche noch eine Kochmöglichkeit. Insgesamt 127 Haushalte beabsichtigen, nicht mehr in ihr vom Hochwasser betroffenes Zuhause zurückzukehren. Besonders hoch ist der Anteil der Nicht-Rückkehrer im Ortsteil Gemünd mit insgesamt 59 Haushalten.

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