Bären-Alarm in den Karpaten

Polch. Tom und "Günna" haben ihr 16-tägiges Rallye-Abenteuer quer durch Mittel- und Südosteuropa gemeistert und sind wieder in der Heimat angekommen.

Einen Tag nachdem Tom Breitbach und Gerd "Günna" Rothweiler in 16 Tagen 7.500 Kilometer durch 20 Länder Mittel und Südosteuropas zurückgelegt haben, sitzen die beiden 53-Jährigen entspannt zusammen und erzählen beeindruckt von ihrem Abenteuer mit dem T4-Bus "Karl-Heinzje", der sie nicht im Stich gelassen hat. "Eine Sicherung ist kaputt gewesen und vorne rechts gab‘s zeitweise ein Geräusch", lacht Tom Breitbach nach der "20 Nations - the rallye across europe".

Dass sie mit ihrer Teilnahme auch rund 3.700 Euro in die Kassen des Hospizvereins Mayen gespült haben, erwähnen sie fast beiläufig. Dass sie aber so viele Menschen und Sponsoren mit ihrer Initiative begeistert haben, hat sie schon "geflasht". Das gilt auch für ihre Erlebnisse. In Nordmazedonien haben sie sich mit einem Tourteilnehmer verfranst. "Er hatte einen tiefergelegten 190er und der war für die dortigen Straßenverhältnisse weniger geeignet. Da haben wir vier Stunden für 14 Kilometer gebraucht", erzählt "Günna". Apropos Straßenverhältnisse: "In Albanien waren 90 Prozent der Straßen nicht befestigt. Da regt man sich über die Straßen auf dem Maifeld nicht mehr auf", grinst Rothweiler.

Dass man jenseits der Autobahnen auf Nebenstraßen unterwegs ist, gehört zur Philosophie der Rallye. Da ist eine 639 Kilometer lange Etappe von Bulgarien nach Rumänien schon ein gehöriges Tagespensum. Und in den rumänischen Karpaten teilten beide einmal den T4 als gemeinsames Schlafgemach. "Ich habe immer im Zelt geschlafen, aber dort gab‘s eine Warnung vor Bären und einen haben wir auf der Fahrt auch gesehen", erzählt "Günna". Neben zwei Partyabenden mussten die 46 Teams auch immer Aufgaben erfüllen. "In Krakau wurden wir wegen Falschparkens fast mit einer Parkkralle stillgelegt, aber gekostet hat es trotzdem", lachen beide über einen der letzten Aufreger vor dem Ziel in Bremen. Einzig die Tatsache, dass sich beide manches gerne intensiver angeschaut hätten, ist in der Rückschau ein ganz kleiner Wermutstropfen. Mehr auf Facebook unter dem Stichwort: T4 Cruiser.

Fotos: privat

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