Hand in Hand für die Sicherheit

Mayen. Der Lukasmarkt ist in punkto Sicherheit kein Notstandsgebiet. Die Freiwillige Feuerwehr Mayen ist während des größten Volksfestes im nördlichen Rheinland-Pfalz noch etwas mehr gefordert.

Spätestens seit der Love-Parade-Katastrophe 2010 ist die Öffentlichkeit für das Thema Sicherheit bei großen Veranstaltungen sensibilisiert. Das hat sich in den vergangenen Jahren auch beim Lukasmarkt bemerkbar gemacht. Hier machen seitdem großflächige Spanntransparente auf Fluchtwege aufmerksam. Für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt ist das nicht Neues. "Wir sind für den Brandschutz und damit den Schutz der Bürger verantwortlich, egal, ob Lukasmarkt ist oder nicht", bringt es Wehrleiter Andreas Faber auf den Punkt.

Aber der Lukasmarkt fordert die Feuerwehr noch mehr. Wenn bis zu 300.000 Besucher die Stadt an den insgesamt neun Lukasmarkttagen bevölkern, ist die Sicherheitsallianz von Stadt, Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr noch etwas enger geknüpft. "Es existieren umfangreiche Alarm- und Einsatzpläne. Wir haben das Marktgelände beispielsweise in vier Zonen mit entsprechenden Zufahrten eingeteilt. Zudem muss eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern garantiert sein", erklären Faber und sein Stellvertreter Thomas Velten.

Während der Öffnungszeiten des Lukasmarkts ist die Feuerwehr-Einsatzzentrale bis eine Stunde nach Schließung durchgehend besetzt, um im Fall der Fälle mit Markt- und Ordnungsamt sowie der Polizei aktiv zu werden. Zudem steht neben der Wachbereitschaft, die ganzjährig von 18 bis 8 Uhr für Einsätze bereitsteht, eine ständige Bereitschaft von 8 bis 18 Uhr im Feuerwehrdepot zur Verfügung. "Gerade an den besucherstarken Tagen wäre die An- und Abfahrt nur schwierig möglich", so der Wehrleiter. Üben könne man Einsätze, die bei einem so großen Volksfest ausgelöst werden können nicht, aber man müsse auf viele Szenarien vorbereitet sein, egal, ob es sich um einen Unfall oder einen Brandeinsatz handelt. Dabei sind auch die Feuerwehren der umliegenden Verbandsgemeinden mit im Boot. Und dann wäre da auch noch die Unterstützung des Feuerwerkers beim Abschluss-Feuerwerk am zweiten Lukasmarktsonntag, um noch ein weiteres Beispiel zu nennen. Aber auch die Schausteller sind gefordert, denn an jeder Bude und jedem Fahrgeschäft muss ein Feuerlöscher deponiert sein, um zum Beispiel einen möglichen Mülltonnenbrand zu löschen. "Das hat uns schon einiges an Überzeugungsarbeit gekostet", blickt der Wehrleiter zurück und nach vorn:. "Wir freuen uns natürlich auch auf den Lukasmarkt, aber wir sind froh, wenn er vorbei ist und nichts passiert ist!"

Fotos: Pauly / Archiv

www.ffwmy.de

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