Humorvoller Abend in der "Pension Schöller"

Mayen. Alle Burgfestspiel-Besucherinnen und -Besucher, die sich bewußt für die Komödie »Pension Schöller« bei den Burgfestspielen entschieden haben, kamen bei dem humorvollen, temporeichen Abend voll auf ihre Kosten.

Die Die Aufführung bei den Mayener Burgfestspielen hatte alles, was eine gute Komödie ausmacht: unerwartete Wendungen, Verstrickungen und Täuschungen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten den Widerspruch von Schein und der Wirklichkeit. Dabei jagte ein Gag den nächsten - oft von Szenenapplaus bedacht.

»Ein humorvoller Abend«, meinte eine Besucherin. Ein Ehepaar beschrieb es so: »Wir wussten worauf wir uns einlassen, Komödie ist nicht so unsere Sache. aber wir haben die Schauspieler schon bei dem Familienstück ,Die Schöne und das Biest‘ erlebt und finden sie einfach toll.«

Die Schauspieler sind mit einer Ausnahme, Oliver Jaksch als Schöller, der erstmals in Mayen dabei ist, alte Bekannte aus den letzten Jahren. Georg Lorenz kann gar auf ein Dutzend Festspiel-Jahre zurückblicken und begeisterte als schrulliger Major von Mühlen der davon überzeugt war, dass der Krieg nach seiner Strategie hätte gewonnen werden können. Er traf auf weitere skurrile Typen, wie die die Schriftstellerin Josefine Zillerthal (Saskia Kästner,) den Kellner beziehungsweise Franzi (Alessa Kordeck), Ida Klapproth (Wiebke Isabella Neulist), Professor Bernhardy (Andreas Schneider), Alfred (Marius Schneider) und Philipp Klapproth (Charles Ripley), die sich in der Berliner »Pension Schöller« beziehungsweise in dem Nervensanatorium einfanden. Bespielt wurden wieder zwei Ebenen mit einem Bühnenbild von Steven Koop, das schwarz-weiße Würfel als Utensilien in vielseitigsten Varianten nutzte. Für Lacher sorgte der »Möchtegern-Schauspieler« Eugen (Matthias Manz), der kein »L« sprechen konnte und stattdessen immer das »N« aussprach. Auch dies löste sich wie auch die übrige Handlung am Ende positiv auf. Es war dem Publikum anzuspüren, dass es sich nach der langen Zeit des Lockdowns und dem daraus resultierenden Verzicht aus Kultur, danach sehnte, einmal wieder einen unbeschwerten, sorgenfreien Abend verbringen zu dürfen. Das ist Carola Söller mit ihrer schwungvollen Inszenierung perfekt gelungen. Für die Dramaturgie zeichnete Intendant Daniel Ris verantwortlich. Die Kostüme von Gabriele Kortmann waren wieder einmal sehr fantasievoll und detail-verliebt umgesetzt.

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