Kinder- und Jugendstation feiert zehnten Geburtstag

Mayen. Team des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen versorgt jährlich mehr als 1300 Patienten zwischen 0 und 17 Jahren stationär.

Der Säugling mit grippalem Infekt, das Schulkind, welches eine Magenspiegelung erhält oder der Teenager, der sich beim Fußballspielen das Bein gebrochen hat: Sowohl das Alters- als auch das Behandlungsspektrum auf der Kinder- und Jugendstation im St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen ist groß.

 

„Und genau das ist, was die Arbeit auf unserer Kinder- und Jugendstation, die zur großen Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Kemperhofs in Koblenz gehört, so abwechslungsreich und interessant macht“, berichtet Felicitas Hermsen, die seit 2014 den Bereich oberärztlich leitet.

 

Eröffnet wurde die Station 2B bereits im April 2011. Seitdem sind die jungen Patienten in modernen und kindgerechten Ein- bis Zweibettzimmer, die alle mit TV, Internet-Zugang,

Dusche und WC ausgestattet sind, untergebracht. Zudem steht auf Wunsch ein Elternbett für die Begleitung kleiner Patienten, ein Spielzimmer und eine Elternküche mit Aufenthaltsraum bereit.

 

Waren es in den beiden Anfangsjahren je rund 600 Kinder, die stationär versorgt wurden, hat sich die Zahl stetig vergrößert. Mittlerweile werden pro Jahr mehr als 1300 Patienten behandelt – und das Hand in Hand mit den weiteren Disziplinen des Mayener Krankenhauses. „Bei uns werden auch die Kinder und Jugendlichen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Urologie betreut. Eng arbeiten wir mit den Kollegen der Unfallchirurgie, der Viszeralmedizin und der Inneren Medizin zusammen“, erläutert die Oberärztin. Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, verantwortlicher Chefarzt auch für die Mayener Station, nennt ein Beispiel: „Einer der häufigsten Vorstellungsgründe beim Kinderarzt sind Bauchschmerzen. Wenn dann eine Magen- und/oder Darmspiegelung notwendig wird, kann diese in Zusammenarbeit mit den internistischen Kollegen der Viszeralmedizin in unserer Endoskopie erfolgen. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen während der Untersuchung und bis zum vollständigen Aufwachen engmaschig von uns und auch mittels eines Monitors überwacht. Die endoskopische Untersuchung erfolgt durch die Internisten der Viszeralmedizin.“

 

Das Team Pädiatrie ist nicht nur an 365 Tagen auf den Stationen im Kemperhof und im St. Elisabeth Mayen im Einsatz, sondern auch in der Notaufnahme und auf der Wochenstation. Felicitas Hermsen berichtet: „Viele Kinder sehen wir direkt in unserer Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses und versorgen sie in der Akutphase, bevor es dann zur weiteren Genesung nach Hause geht. Und dann gibt es noch unsere Kleinsten – die Neugeborenen. Wir begleiten die Kaiserschnittentbindungen und kümmern uns um die Erstversorgung. Und klar, wir machen auch die U2-Untersuchung, bevor die frischgebackenen Eltern mit ihrem Nachwuchs entlassen werden, und stehen Eltern auch bei allgemeinen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.“ „Und für eine optimale pflegerische Versorgung steht unser eigenständiges Pflegeteam aus Kinderkrankenschwestern“, erläutert Pflegedirektorin Mechthild Annen.

 

Ein Konzept, das nach zehn Jahren besser denn je ankommt – auch bei den niedergelassenen Kinderärzten der Region. Sowohl mit der Praxis für Kinder- und Jugendmedizin des MVZ Mittelrhein, eine Einrichtung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, als auch mit Kinderarztpraxen und den Allgemeinmedizinern in den Landkreisen Mayen-Koblenz, Ahrweiler, Cochem-Zell und Vulkaneifel arbeitet man eng zusammen.

 

Die schönsten Erinnerungen hinterlassen aber andere: die Patienten selbst. Das Team erinnert sich beispielsweise an Nadja: „Sie war eines unserer Friedensdorfkinder. Sie lag beim Rundgang der Nachtschwester nicht im, sondern unter dem Bett. So war sie es von ihrem Zuhause in Afghanistan gewohnt. Nadja war aufgrund mehrerer Operationen sehr lange in Deutschland und mehrfach bei uns auf Station. Als sie ankam war sie ein schüchternes kleines Kind. Als sie schließlich nach Afghanistan zurück ging, war sie zu einem äußerst selbstbewussten Mädchen herangereift. Das berührt einen auch nach vielen Dienstjahren noch sehr.“

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